Land OÖ investiert 227,4 Mio. Euro in Kinderbetreuung

© Land OÖ/Stinglmayr
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Die Nachfrage an Kinderbetreuungsplätzen in OÖ ist in den letzten Jahren gestiegen. Diese Entwicklung ist für das Bildunsgressort des Landes ein Zeichen, vor allem in diesen Bereich viel zu investieren. Seit 2010 wurde das Budget von knapp 169 Mio. auf 227,4 Mio. Euro im Jahr 2017 erhöht.

"Kinderbetreuungseinrichtungen sind das Fundament für die weitere Bildungsbiografie unserer Kinder. Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass das Land Oberösterreich dem Ausbau der Kinderbetreuung große Bedeutung beimisst und bereit ist, in diesen Ausbau zu investieren. Dieser Ausbau ist wichtig, denn die Lebenssituationen der Familien mit Kindern erfordern vermehrt eine außerfamiliäre Betreuung", betont Bildungslandesrätin Mag. Christine Haberlander.

Mehr als 60.000 Kinder in Betreuungseinrichtungen


Schwerpunkte im Bereich der Kinderbetreuung:

Ein besonderer Fokus wird auf den Ausbau des Betreuungsangebots der unter 3-Jährigen gelegt. "Derzeit befinden sich allein im laufenden Krabbelstuben-Bauprogramm 90 Vorhaben, die durch Landeszuschüsse gefördert werden", betont Haberlander.

Die Flexibilisierung der Öffnungszeiten, vor allem in den Sommerferien, ist ein weiterer Schwerpunkt im Bereich der Kinderbetreuung.

Rund 26% der Kinder, die in institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen untergebracht sind, haben als Muttersprache nicht Deutsch. Daher stellt auch die sprachliche Integration eine große Herausforderung dar. Deshalb müsse, laut Bildungslandesrätin, eine enge Abstimmung mit den Pädagoginnen und Pädagogen erfolgen, um zu wissen, welche Instrumente sie zur Bewältigung dieser Herausforderung benötigen. "Wir investieren im laufenden Arbeitsjahr fünf Millionen Euro in die frühe sprachliche Förderung. Jeder Euro, den wir hier investieren, rechnet sich später vielfach", ist Haberlander überzeugt.

Eine oberösterreichweite Elternbefragung zur außerfamiliären Kinderbetreuung soll Aufschluss über den Bedarf und die Bedürfnisse von Familien, Eltern und Kindern geben.

Im Kindergartenjahr 2017/18 wird zudem der Bildungskompass im Rahmen eines Pilotprojektes in 50 Kindergartengruppen erprobt.

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