Rund 15 Millionen Euro für sprachliche Frühförderung

Die sprachliche Frühförderung wird verdreifacht - das gaben Landeshauptmann Josef Pühringer, Bildungslandesrätin Doris Hummer und Außenminister Sebastian Kurz heute Freitag bekannt. Rund 15 Millionen Euro werden somit bis 2018 investiert. Zwei Drittel trägt der Bund, ein Drittel das Land OÖ.

Bereits seit 2008 wurde auf Basis der 15a B-VG Vereinbarung zur frühen individuellen sprachlichen Förderung der 3- bis 6-Jährigen in institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen spezielle Sprachförderung durchgeführt. Durch die neue Vereinbarung stehen nun 4,899.300,- Euro anstatt 1,641.200,- Euro zur Verfügung.

Frühe Sprachförderung greift ab dem ersten Jahr


Mit der Verdreifachung auf rund 5 Mio. Euro jährlich sollen Sprachdefizite früh erkannt und rasch behoben werden, damit ein reibungsloser Einstieg in die Schule möglich ist. Die Zahlen aus dem Kindergartenjahr 2014/15 zeigen, dass von 2.900 kindergartenpflichtigen Kindern mit Sprachförderbedarf nach einem Jahr bereits 1.600 Kinder (55,1 %) keine weitere Förderungen mehr benötigen. Die Ausweitung auf die Zielgruppe der 4 -5-jährigen soll weitere Verbesserungen bringen. (Bildquelle: Land OÖ/Stinglmayr)

Folgende Maßnahmen werden gesetzt:

  • Erweiterung der Zielgruppe auf 4 bis 5-jährige Kinder (bisher nur für Schulanfänger/innen)
  • Verstärkung der Mittel auf Kindergärten mit hohem Anteil an Kindern mit Sprachförderbedarf
  • Einsatz der Mittel in erster Linie für zusätzliche Personalressourcen

"Deutschkenntnisse haben oberste Priorität und Intergration kann nicht früh genug beginnen", bringt es Außenminister Sebastian Kurz auf den Punkt. Die Sprachförderung betrifft aber nicht nur Kinder von Migranten: Zwar haben 70 % der Kinder Migrationshintergrund, jedoch benötigen auch 30 % der Kinder heimischer Eltern sprachliche Förderung.  "Jeder Euro, den wir in die frühe sprachliche Förderung investieren, rechnet sich später vielfach", so Doris Hummer. 

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Aichmair
27.08.2015 / 14:06
Klingt wunderbar für uns betroffenen Pädagog(en)innen! Bekommen wir jetzt bitte auch alle Lehrer(innen) die auf langen Wartelisten für den Berufseinstieg stehen als Sprachförderer(innen) zugeteilt, oder gibt es wieder ein Jahr "geduldiges Papier"?

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