Seit langem wieder mehr Taferlklassler

Ein spannendes Schuljahr steht bevor: Schulen kämpfen mit teilweise hohen Schülerrückgängen, die NMS wird weiter ausgebaut und evaluiert, Zentralmatura und Bildungsstandards-Testungen stehen vor der Tür und die Warteliste auf den Lehrberuf wird länger.

Im Schuljahr 2014/15 sind in Oberösterreich 14.018 Kinder erstmals schulpflichtig. Das sind um 257 mehr als im Jahr davor. Da aber Hauptschulen/Neue Mittelschulen und Polytechnische Schulen weiterhin Schülerrückgänge verzeichnen, sind insgesamt 462 Kinder weniger in den allgemein bildenden Pflichtschulen.

Enzenhofer rät zur vernünftigen Fächerkombination


Alljährlich gibt der Amtsführende Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer Einblicke ins kommende Schuljahr. Vor allem die Warteliste auf den Lehrberuf ist immer von großem Interesse. Derzeit warten rund 1.300 Pädagogen auf eine Anstellung. Durch die Schülerrückgänge und der neuen Pensionsregelung wird in den nächsten drei Jahren keine Besserung zu erwarten sein. Enzenhofer rät vor allem zu einer vernünftigen Fächerkombination, um schneller zu einer Anstellung zu kommen.

Handelsakademien mit größtem Rückgang bei Aufnahmen

Mit Ausnahme der  Oberstufenrealgymnasien verzeichnen alle mittleren und höheren Schulen einen Rückgang bei der Zahl der neu aufgenommenen Schüler. Innerhalb der höheren Schulen verzeichnen die Handelsakademien den deutlichsten Rückgang mit 7,5 %, gefolgt von den Humanberuflichen höheren Schulen mit 4 %.

Bildungsstandards & Zentralmatura

Die Bildungsstandards werden im Schuljahr 2014/15 in der 4. Schulstufe in Deusch/Lesen/Schreiben durchgeführt. Die "Neue Reifeprüfung" kommt in diesem Schuljahr flächendeckend für alle Schüler der AHS. Es wird also standardisierte zentrale Fragestellungen in den Fremdsprachen Deutsch und Mathematik geben. Die BHS folgen ein Jahr später. (Korrektur d. Red., 5.9.: Die Bildungsstandards finden NICHT in der 8. Schulstufe in Deutsch statt)

Umstellung auf Neue Mittelschule beinahe abgeschlossen

Heuer werden weitere 33 Hauptschulen zu Neuen Mittelschulen. Damit gibt es nun 201 Standorte, 22 fehlen noch. Eine Evaluierung des neuen Schultyps begrüßt Enzenhofer, auch wenn sie für ihn etwas zu spät kommt.