Von Abraham bis Ziegenkäse

Das Gespräch im Keplersalon am 8. September stand im Zeichen der Alphabetisierung. Sonja Muckenhuber vom Institut für Bildungsentwicklung in Linz (BILL) gab einen Einblick in ihre Tätigkeit und regte bei einer Diskussion über Alphabetisierung und Basisbildung vor allem das Publikum zur Diskussion an.

"Wer keinen Zugang zu Bildung hat, muss Nachteile im Leben auf sich nehmen", so die Anfangsworte von Soziologin Sonja Muckenhuber.
In Österreich gibt es offiziell rund 960.000 Menschen, die weder lesen noch schreiben können. Experten schätzen die tatsächliche Zahl der Analphabeten aber doppelt so hoch ein. Und es betrifft nicht nur Kinder, oft sind es auch Erwachsene, die über keine Basisbildung verfügen.

Flächendeckendes Hilfsangebot

Österreichweit ist die Zentrale Beratungs- und Servicestelle eine überinstitutionale Informationsdrehscheibe zur Förderung von Basisbildung und Alphabetisierung auf verschiedenen Ebenen. Betroffene können sich außerdem an das kostenlose AlfaTelefon wenden.
Das Institut BILL in Linz ist ein gemeinnütziger, parteipolitisch unabhängiger Verein und fördert mit Kursen und Beratungsgesprächen Menschen mit Basisbildungsbedarf.

Facetten der Basisbildung und Alphabetisierung


Soziologin Sonja Muckenhuber vom Institut für Bildungsentwicklung in Linz gibt einen Einblick in die Facetten der Alphabetisierung in Österreich. Sie liefert Ideen zur Definition von Basisbildung und zeigt auf, dass ohne den Fähigkeiten zu Schreiben oder Lesen ein Ausschluss aus der Gesellschaft nicht fern ist. Zusammen mit dem Publikum werden Lösungsansätze diskutiert, wie man die Basisbildung z.B. in der Schule sichern kann.