Welchen Quellen vertrauen Jugendliche?

© Saferinternet.at
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Jugendliche sind durch Fake News verunsichert: Saferinternet.at präsentiert eine neue Studie zum Thema "Gerüchte im Netz". 400 Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren wurden zu ihrem Umgang mit Informationen aus dem Internet befragt. 61 Prozent empfinden die Informationsbewertung als schwierig.

Unter dem Begriff "Fake News" ist das Thema "Gerüchte im Netz" in letzter Zeit ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Auch Jugendliche sind mit diesem Thema konfrontiert, da sie sich täglich über Soziale Netzwerke informieren, wo sich solche Falschnachrichten schnell und leicht verbreiten.

Ergebnisse:

Bei der Online-Umfrage wurden 400 Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren zu ihrem Umgang mit Informationen aus dem Netz befragt. Im Rahmen der Initiative Saferinternet.at wurde das Institut für Jugendkulturforschung für die Studie beauftragt.

  • Informationsquellen und deren Glaubwürdigkeit
    Die mit Abstand wichtigsten Informationsquellen für Jugendliche sind neben dem Fernsehen die Sozialen Netzwerke, mit je 59 Prozent. Nur ein Viertel gab Tageszeitungen an.
    Unterschiede ergeben sich, wenn die Einschätzung der Glaubwürdigkeit dieser Quellen verglichen wird. Als "sehr glaubwürdig" gelten Radio (32%) und das Fernsehen (29%). Hingegen bewerten nur 10% der Jugendlichen Soziale Netzwerke als glaubwürdig.
    Knapp die Hälfte aller Befragten (47%) gibt an, bereits einmal in der Schule gelernt zu haben, wie die Richtigkeit von Informationen überprüft werden kann.
     
  • Informationsbewertung
    61 Prozent der Jugendlichen beurteilen die Informationsbewertung im Internet als große Herausforderung. Bei rund vier von zehn Jugendlichen (38%) ist es "oft" oder "sehr oft" der Fall, dass sie Informationen nicht als richtig oder falsch einordnen können. 86 Prozent sind sich zumindest manchmal nicht sicher, ob die Information korrekt ist.
    Dabei vertrauen die Befragten Bildern mehr als dem geschriebenen oder gesprochenen Wort. Rund 71 Prozent geben an, bearbeitete Bilder zu erkennen.
     
  • Vermittlung in der Schule
    Vor allem Lehrende und Eltern haben laut den befragten Jugendlichen eine wichtige Rolle, diese Informationskompetenz zu vermitteln und als Ansprechpersonen zu agieren. Jugendliche vertreten auch die Ansicht, dass es gar nicht früh genug sein kann, Kindern einen kritischen Umgang mit (Online-)Medien beizubringen.


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