Das bringt das Schuljahr 2017/18

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Für rund 188.000 Schülerinnen und Schüler geht am Montag die Schule wieder los, für 14.000 Kinder zum ersten Mal! Die Schülerzahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr weitestgehend konstant gehalten. Änderungen gibt es vor allem in der Volksschule und in der Oberstufe.

Veränderungen im Schuljahr 2017/18 betreffen vor allem VS und Oberstufe


2 - 4 Jahre für die ersten drei Volksschuljahre

Die klingt anfangs vielleicht etwas verwirrend, ist aber schnell geklärt. "Die Kinder haben nun für die ersten drei Jahre in der Volksschule entweder zwei Jahre Zeit, wenn sie sehr gut und sehr schnell unterwegs sind, aber sie können auch vier Jahre brauchen, um die Lerninhalte der ersten drei Klassen gut zu lernen und zu festigen", so Landesschulinspektor Franz Payrhuber. Damit sollen die Rückstufungen von Kindern Geschichte sein.

Von MOST zu NOST - Änderungen in der Oberstufe

Von der Modularen Oberstufe geht es nun Richtung Neue Oberstufe, das die 2. Klasse der Oberstufen betrifft. "Es gibt keine Schulnachricht mehr im Semester, die im Prinzip keine Konsequenzen gehabt hat, sondern nur Informationscharakter. Es gibt nach dem ersten Semester dann schon ein Zeugnis", erklärt Landesschulinspektor Günther Vormayr. Das Nicht Genügend kann innerhalb zwei Semestern ausgebessert werden, die Schüler haben dazu zwei Prüfungstermine zur Verfügung. Der Vorteil besteht für Vormayr vor allem darin, dass die Schüler nur die Bereiche wiederholen müssen, die sie nicht gekonnt haben, also nicht der ganze Jahresstoff prüfungsrelevant ist. Generell soll diese Änderung zu einer Reduktion von Klassenwiederholungen führen. Wer mehr als einen "Fleck" hat, dem wird zur Wiederholung geraten.

Ganztätige Schulformen werden ausgeweitet

Derzeit gibt es 404 genehmigte Standorte für die Führung einer Ganztagesschule - im neuen Schuljahr gibt es 19 weitere Anträge - aber nur 327 Standorte bieten tatsächlich diese Schulform an. "Das Angebot überragt die Nachfrage bei Weitem, wir mussten noch keine Schule ablehnen", so Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer.

Bildungsstandards in Mathematik

In diesem Schuljahr werden in der 4. Schulstufe die Testungen für Bildungsstandards durchgeführt. Der angestrebte Termin ist der 15. Mai 2018, getestet werden die Kompetenzen im Bereich der Mathematik.

1.487 Flüchtlingskinder in schulpflichtigem Alter

Diese Kinder wurden auf insgesamt 238 Orte in Oberösterreich aufgeteilt, was einen Durchschnitt von sieben Kindern pro Ort darstellt. Die Beschulung der Flüchtlingskinder wird durch eine Stabstelle beim Landesschulrat koordiniert. Das stelle auch sicher, so Enzenhofer schmunzelnd, dass die LISA JUNIOR International School zusätzliche Ressourcen wegen des hohen Migrantenanteil vom Bund bekomme.

Drei Schulen werden geschlossen bzw. stillgelegt

Nicht weitergeführt in diesem Schuljahr werden die VS Führling, VS Arnberg (Stilllegung) und die PTS Seewalchen.

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