Stefan Milojevic ist Oberösterreichs Klassensprecher Nr. 1

Die SchülerInnen brachten sich aktiv in die Diskussion mit ein. © Land OÖ/Kauder
Die SchülerInnen brachten sich aktiv in die Diskussion mit ein. © Land OÖ/Kauder

Rund 1.100 Klassensprecherinnen und - sprecher waren am Valentinstag ins Linzer Design Center gekommen, um den engagiertesten ihrer Zunft zu wählen und, um über aktuelle bildungspolitische Themen zu diskutieren. Die Wahl fiel auf Stefan Milojevic aus der HAK Gmunden.

1.000 Euro für die Klassenkassa


Stefan Milojevic wurde zum engagiertesten Klassensprecher gewählt

Stefan Milojevic wurde beim Landestag der Klassensprecher zum engagiertesten Klassenvertreter in Oberösterreich mittels Juryentscheidung und Onlinevoting gewählt. Er setzte sich gegen 58 Mitbewerber durch. Was ihn mit seinen Kolleginnen und Kollegen verbindet, ist die Freude, sich für andere einzusetzen und eine funktionierende Gemeinschaft, inklusive dem Lehrerkollegium zu schaffen. "Es ist nicht immer einfach, man muss mit beiden Seiten immer gut auskommen, damit man Probleme oder Streitigkeiten lösen kann. Man muss es aber gerne machen, und wenn dann alles funktioniert, dann bin ich einfach glücklich", erklärte uns der Gewinner sein Erfolgsrezept. 


Thomas Stelzer überreichte den Siegerscheck von 1.000,- Euro an den Klassensprecher © Land OÖ/Kauder

Stelzer: Klassensprecher haben Vorbildwirkung

Landeshauptmann-Stv. Mag. Thomas Stelzer, in seiner Schulzeit auch Klassensprecher, betonte in seiner Rede die Bedeutung der Klassenvertreter: „Mit der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, haben die Schülervertreter/innen Vorbildwirkung für andere junge Menschen.“ Stelzer ermunterte die Jugendlichen sich weiterhin bei Bildungsthemen „einzumischen“ und in Debatten einzubringen.

Und das taten sie an diesem Tag auch mehr als eifrig. Ermittelt wurden die Top Themen, mit der sich die Politik dringend befassen sollte. 

  1. Neue Testformate (weniger Auswendiglernen)
  2. Politische Bildung als eigenes Schulfach
  3. Verpflichtendes anonymes Lehrerfeedback mindestens einmal im Schuljahr
  4. "Echte" Modulare Oberstufe, in der man den großen Teil seines Stundenplans frei wählen kann
  5. Mehr Praxisrelevanz des Unterrichts

Schüler wollen verpflichtendes Lehrerfeedback

In der Diskussionsrunde mit LH-Stv. Stelzer kristallisierte sich jedoch Punkt 3 als wahrer Punkt 1 heraus. Schüler wollen ihre Lehrer bzw. deren Unterricht objektiv bewerten dürfen, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern. Darum wollen sie ein verpflichtendes und vor allem anonymes Feedbacksystem, das von den Lehrkräften bzw. von der Schule ernst genommen wird. Aber auch auf Schülerseite soll es Regeln geben. "Auch Schüler müssen lernen, wie man richtiges und konstruktives Feedback gibt", so eine Schülerin. Es darf also nicht nur nach Lust und Laune bewertet werden.


Kira Grünberg hielt den Hauptvortrag

Kira Grünberg: Kleine Dinge schätzen lernen

Am Programm stand auch ein Kurzvortrag von der ehemaligen Stabhochspringerin Kira Grünberg, die seit einem schweren Trainingsunfall querschnittsgelähmt ist. Ihre Botschaft an die Schülerinnen und Schüler: Die kleinen Dinge des Lebens schätzen zu lernen und sich immer wieder aufs Neue zu motivieren, auch wenn das Leben einmal nicht so nach Plan läuft.

Mehr Infos zur Tagung gibt´s unter https://klt.junginooe.at/index.php und alle Bilder der Tagung auf der Homepage des Landes OÖ.

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