Erasmus+-Award 2019 für Bildungsdirektion OÖ

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Schulentwicklung kann maßgeblich durch europäischen Austausch profitieren: Unter dieser Prämisse koordinierte die Bildungsdirektion OÖ ein Erasmus+-Projekt mit insgesamt 26 oö. Schulen und renommierten Partnern, das mit dem Erasmus+-Award 2019 ausgezeichnet wurde.

Mit dem Erasmus+-Award, der alljährlich durch die österreichische Nationalagentur verliehen wird, werden erfolgreiche Projekte österreichischer Bildungseinrichtungen und Unternehmen vor den Vorhang geholt, in denen europäische Zusammenarbeit in die Tat umgesetzt wird:

Das durch die Bildungsdirektion OÖ koordinierte Projekt „Pädagogische Qualitäts- und Innovationsinitiative – Schulentwicklung durch gezielte Lehrerfortbildung in Methodik des Naturwissenschafts- und Fremdsprachenunterrichts“ wurde für seine herausragende Qualität als bestes Mobilitätsprojekt im Bereich Schulbildung prämiert. Ziel dieser Initiative war es, einerseits den naturwissenschaftlichen Unterricht an Oberösterreichs AHS und NMS zu verbessern und andererseits im Englischunterricht methodisch und didaktisch neue Impulse zu setzen.

Englischkurs an der Universität York

Für die am Projekt beteiligten Englisch-Lehrpersonen lag der Fokus auf ihrer Englisch-Sprachkompetenz und Unterrichtsmethodik. Oberstes Ziel war es, die Jugendlichen an ihren Schulen bestmöglich auf den Arbeitsmarkt Europa vorbereiten zu können. Die Seminare wurden von der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz organisiert, die auch die Evaluation der Sprachkurse durchführte.

Besonders durch den von Expert/innen konzipierten Englischkurs an der Universität York, der sich einerseits mit der persönlichen Sprachkompetenz der Jugendlichen und andererseits mit der Vermittlungsmethodik "CLIL - Content and Language Integrated Learning" befasste, konnten die Teilnehmer/innen die Qualität ihres Englischunterrichts verbessern und ihr kulturelles Verständnis für den angloamerikanischen Raum schärfen.

Besuch am Fraunhofer ICT durch TheoPrax-Lehrpersonen

Auch für den zweiten Schwerpunkt des Projekts, die Optimierung des naturwissenschaftlichen Unterrichts, konnte mit dem Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT) ein renommierter Partner gewonnen werden:

Die teilnehmenden Lehrpersonen lernten die TheoPrax-Methodik kennen - eine vom Fraunhofer Institut für Chemische Technologie entwickelte stärkenorientierte Lehr-/ Lernmethodik, die Theorie und Praxis verbindet und Schule und Wirtschaft zueinander führt. Im Vordergrund stehen hier Teamfähigkeit, Probieren, Experimentieren, Recherchieren, Präsentieren sowie ein selbstbestimmter und eigenverantwortlicher Umgang mit einem neuen Aufgabengebiet.

Im Rahmen des Projekts wurde den teilnehmenden Lehrkräften die TheoPrax-Methodik direkt durch deren Initiator/innen am Fraunhofer Institut nähergebracht - in Oberösterreich steht und stand ihnen in der praktischen Umsetzung der TheoPrax-Methodik das an der Education Group GmbH ansässige TheoPrax Kommunikationszentrum OÖ zur Seite: Es fungiert als Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft, organisiert Veranstaltungen oder evaluiert TheoPrax in OÖ. Nähere Informationen hierzu finden sich auch auf www.theo-prax.at.

Große Freude über Auszeichnung

Mit der Verleihung des Erasmus+-Awards zeigt sich für Mag. Gisela Gutjahr, EU-Koordinatorin der Bildungsdirektion OÖ, dass die aktuell verfolgte Strategie in der Lehrer/innenfortbildung Früchte trägt: „Das Erasmus+ Projekt war für mich als Koordinatorin der Bildungsdirektion OÖ eine Herausforderung, die ich aber gerne gemeistert habe. Die letzten Wochen und Monate ist es uns gemeinsam mit allen Partnern gelungen, einen wichtigen und großen Schritt in der Schulentwicklung durch gezielte Lehrerfortbildung zu gehen. Ich freue mich sehr über die anerkennende Auszeichnung und hoffe, dass wir auch weiterhin so erstklassige Bildungsarbeit leisten werden können!"

Auch bei Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Christine Haberlander und Bildungsdirektor Dr. Alfred Klampfer ist die Freude über die Auszeichnung groß: „Wir gratulieren allen Projektverantwortlichen ganz herzlich. Ein besonderer Dank gilt der EU-Koordinatorin OStr Mag. Gisela Gutjahr, die im Bereich Erasmus+ mit ihrer Expertise dieses Projekt federführend mit einem großartigen Team abgewickelt hat. Mit dieser Qualitäts- und Innovationsinitiative konnten wir unsere erfolgreiche Arbeit im Bildungsbereich in Oberösterreich wieder bestätigen.“

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