Teenager spielen online

9. Oö. Jugend-Medien-Studie 2025

Schwerpunkt „Online Spiele“: Digitale Welten, reale Wirkung

Die 9. Oö. Jugend-Medien-Studie 2025 zeigt ungeschönt, wie stark Online-Gaming und Künstliche Intelligenz den Alltag junger Menschen prägen. Seit über 15 Jahren liefert die Studie im Auftrag des Landes Oberösterreich belastbare Daten zur Mediennutzung von Jugendlichen – und trifft 2025 den Nerv der Zeit. Gaming ist sozialer Treffpunkt, Rückzugsraum und Lernfeld zugleich, KI längst Teil von Schule und Freizeit. Die Ergebnisse machen Chancen sichtbar, benennen Risiken klar und liefern eine fundierte Basis für Orientierung, Begleitung und verantwortungsvolle Entscheidungen in Bildung, Familie und Gesellschaft.

Die zentralen Ergebnisse im Shortcut

Freizeit wird digitaler – Gaming und Social Media prägen den Alltag

Jugendliche entspannen, spielen digital und treffen Freundinnen und Freunde – in genau dieser Reihenfolge. Gaming dient als sozialer Raum, Social Media als tägliche Begleitung, und persönliche Begegnungen verlieren leicht an Priorität, bleiben aber ein entscheidender Anker im Alltag.

Das Smartphone ist das zentrale Leitmedium – weit vor allen anderen Geräten

Für Jugendliche ist das Smartphone unverzichtbar: Kommunikationszentrale, Unterhaltungsplattform, Kamera, Recherchetool. Auch Eltern stufen es als wichtigstes Gerät ein. Tablets, PCs und Smartwatches ergänzen den Medienmix; klassische Geräte verlieren weiter an Bedeutung.

Digitale Kommunikation ist Alltag – soziale Netzwerke bleiben unverzichtbar

WhatsApp, Instagram, TikTok, YouTube und Snapchat strukturieren den Tag der Jugendlichen. Die tägliche Nutzungszeit in sozialen Netzwerken liegt pro Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren bei durchschnittlich etwa 135 Minuten. Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen messen digitalen Kontakten weniger Bedeutung zu, erkennen aber deren zunehmende Rolle für Freundschaften.

Zwischen Spaß und Risiko – Social Media ist nicht nur positiv besetzt

Ein bedeutender Teil der Jugendlichen spricht nicht über alle Online-Erlebnisse mit den Eltern. Viele berichten von negativen Erfahrungen wie Beleidigungen oder falschen Behauptungen. Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen nehmen diese Risiken noch stärker wahr und wünschen sich mehr Prävention und Begleitung.

Influencer prägen Werte, Trends und Orientierungsmuster

Zwei Drittel der Jugendlichen folgen Influencern. Sie wirken auf Vorbilder, Lebensstile und Konsumentscheidungen. Eltern unterschätzen diese Relevanz, während Pädagoginnen und Pädagogen Influencer-Themen zunehmend in Unterrichtsgespräche integrieren.

Streaming dominiert Medienkonsum – klassische Anbieter verlieren weiter an Sichtbarkeit

Netflix, YouTube und TikTok sind die Hauptquellen für Bewegtbild. Musik wird überwiegend gestreamt. Fernsehen und Radio rutschen im Medienalltag der Jugendlichen an den Rand. Gleichzeitig bleibt Lesen bestehen – die Begeisterung nimmt jedoch ab, besonders bei männlichen Jugendlichen.

Schule im digitalen Wandel – digitale Schulbücher und Lern-Apps gewinnen an Bedeutung

Digitale Unterrichtsmedien etablieren sich weiter. Schulen arbeiten mit klaren Regeln, Filterprogrammen und Meldestellen. Lehrkräfte fühlen sich sicher im Medieneinsatz und sehen eine zentrale Aufgabe in der Förderung von Medienkompetenz.

Künstliche Intelligenz ist im Alltag angekommen – Chancen dominieren, Orientierung bleibt notwendig

Jugendliche nutzen KI selbstverständlich – vor allem zur Recherche und Erklärung von Begriffen. Pädagoginnen und Pädagogen sehen KI als große Chance, auch wenn die Integration im Unterricht noch am Anfang steht. Eltern betonen besonders den verantwortungsvollen Umgang und wünschen sich klare Leitlinien.

Smartphone im Schulumfeld – Handyverbot an Schulen findet Zustimmung

Pädagoginnen und Pädagogen (95 % Zustimmung) und Eltern (83 %) sprechen sich deutlich für ein Handyverbot an Schulen aus. Jugendliche stehen dieser Maßnahme offener gegenüber als erwartet, zeigen aber ein gespaltenes Meinungsbild.

Medienkompetenz wird zum Schlüsselthema – über alle Altersgruppen hinweg

Kritisches Denken, sicherer Umgang mit digitalen Räumen und die Fähigkeit, Information von Desinformation zu unterscheiden, rücken stärker in den Fokus. Sowohl Jugendliche als auch Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen sehen die Vermittlung von Medienkompetenz als zentrale Aufgabe der kommenden Jahre.

Die gesamte Studie - alle Ergebnisse im Detail

Die Verwendung der Ergebnisse ist unter Nennung von "Oö. Jugend-Medien-Studie" und der Education Group GmbH als Rechteinhaberin erlaubt.

Medienverhalten aus dem Blickwinkel der Jugendlichen

Jugendliche

Medienverhalten aus dem Blickwinkel der Eltern

Eltern

Medienverhalten aus dem Blickwinkel der Pädagog:innen

Pädagog:innen

Medien-Studien-Talk: Insights von Dr. David Pfarrhofer

Wir haben mit Dr. David Pfarrhofer, Institutsvorstand und Geschäftsführer von market Institut, über die zentralen Erkenntnisse der diesjährigen Jugend-Medien-Studie gesprochen.

Studienziele und Methodik

Zielsetzung des gegenständlichen Forschungsprojektes war die Auslotung des Medienverhaltens von Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren im Trend und deren Medienumgang. Aus inhaltlicher Sicht wurde die Bedeutung der Medien analysiert und 2025 der Fokus auf das Schwerpunktthema „Online-Spiele“ gelegt. 
Einzigartig an dieser Studie: befragt werden nicht nur die Jugendlichen, sondern auch Erziehungsberechtigte und Pädagog:innen, um ein ganzheitliches Bild zu erhalten.

  • 500 Jugendliche aus Oberösterreich zwischen 11 und 18 Jahren
    Befragungsart: Interviews, Erhebungszeitraum: 29. April – 04. Juli 2025
  • 300 Erziehungsberechtigte aus Oberösterreich mit Kindern im Alter zwischen 11 und 18 Jahren
    Befragungsart: Interviews, Erhebungszeitraum: 31. März – 30. Juni 2025
  • 200 Pädagog:innen der Sek1 (MS, AHS Unterstufe) aus Oberösterreich
    Befragungsart: telefonische CATI-Interviews, Erhebungszeitraum: 03. April – 23. Juni 2025

Die Studie wurde vom market Institut im Auftrag der Education Group durchgeführt. 

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