Daten - das Öl der Zukunft

© PH OÖ
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Dr. Herbert Jodlbauer, Leiter der Studiengänge Produktion & Management sowie Operations Management an der FH Steyr, hat in einem Vortrag an der PH OÖ sein neues Buch "Die Datenspinne - Im Netz von Google, Facebook, Alibaba und Co!" vorgestellt.

Daten sind bereits der wichtigste Produktionsfaktor. Nicht umsonst werden Daten als das Öl der Zukunft bezeichnet. Datenbasierte Unternehmen wie Google, Amazon, Facebook aber auch chinesische Giganten wie Alibaba oder Baidu zählen zu den erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Ihr Erfolgsgarant - Datennutzung. Jeder Einzelne unterstützt den Erfolg dieser Konzerne mit kostenlos zur Verfügung gestellten persönlichen Informationen. Wie aber können diese Unternehmen damit Geld machen?

Wie gefährlich sind Cyberkriminalität und Datenklau? Allein in Österreich gibt es 1,5 Milliarden Euro Schaden pro Jahr aufgrund von Cyberkriminalität und 400 Milliarden Dollar weltweit.

Als Merksatz könnte gelten: "Ist das Produkt kostenlos, dann bist du das Produkt".

Dr. Herbert Jodlbauer: Wie verändern digitale Daten unsere Zukunft?


Was kann der Computer besser als der Mensch? Daten verarbeiten und analysieren. „Würden ein Jahr lang alle lebenden Menschen durchgehend rechnen, würden sie weniger Rechnungen schaffen, als ein heutiger Hochleistungsrechner in einer Sekunde“ sagt der FH-Professor in seinem Vortrag an der PH OÖ. Jodlbauer ist der Meinung, dass intelligente Datenmaschinen einige Berufe verdrängen bzw. Berufsbilder stark verändern werden: Arzt, Flugzeugpilot, Jurist, Kreditprüfer, etc. Wie die Berufe der Zukunft aussehen und welchen Einfluss digitale Daten auf jeden Einzelnen haben, das erfahren Sie im Vortrag.

Big Data - Big Brother: "In Wirklichkeit sind wir da alle schizophren"


Wir sträuben uns gegen zu viel Überwachung und haben Angst vor Datenmissbrauch, gleichzeitig geben wir viele Daten im scheinbar anonymen Internet oft leichtfertig preis. Herbert Jodlbauer meint, dieses Verhalten sei schizophren. Die Digitalisierung der Welt hat zwar großes Potenzial, birgt aber auch Gefahren, zum Beispiel ist Jodlbauer überzeugt „dass wir Daten einfach preisgeben und gar nicht wissen, was mit unseren Daten passiert“.