Selbstheilende Kabel

Bild: NC-State University
Bild: NC-State University

Pfennigabsätze, scharfe Kanten, Stuhlbeine... Es gibt viele Feinde, denen sich ein Kabel stellen muss. Je exponierter seine Lage, desto häufiger wird es durchtrennt. Forscher der North-Carolina-State-University entwickeln dafür jetzt die Lösung: ein Kabel, das sich selber heilt.

Die Herstellung eines solchen Kabels ist aktuell leider alles andere als trivial - wenngleich aber von einer genialen Idee beflügelt. Das Kabel besteht aus einer (kommerziell verfügbaren) selbstheilenden Polymerhülle, die auch für die Elastizität sortgt. In diese Hülle werden mittels eines herkömmlichen Drahts dünne Kanäle gebohrt. In die so entstehenden Kanäle wird daraufhinn eine Metalllegierung aus Indium und Gallium gefüllt - und die ist flüssig!

Wird ein solches Kabel nun durchtrennt, oxidiert die Metalllegierung. Durch diese Oxidation bildet sie eine dünne Haut, die das Auslaufen der Hülle und der Legierung verhindert. Um das Kabel wieder ganz zu machen, muss man nur die beiden Enden wieder zusammendrücken. Die Legierung stellt sehr schnell wieder eine Verbindung her, nach ein paar Minuten hat sich auch das Polymer wieder verbunden. Durch die Verwendung einer Flüssigmetalllegierung hat das Kabel natürlich auch ausgezeichnete Leitfähigkeit vorzuweisen und kann in Ernstfall auch mal etwas "langgezogen" und gestreckt werden.