Autonomiepaket - Die Eckpunkte

Bild: Thinkstock/Purestock

Nach dem Schulrechtspaket hat Bildungsministerin Sonja Hammerschmid heute mit dem Autonomiepaket einen weiteren Teil der Bildungsreform pr├Ąsentiert.

Das Autonomiepaket soll den Handlungsspielraum an den einzelnen Schulstandorten durch mehr autonome Befugnisse st├Ąrken und die p├Ądagogischen, organisatorischen und personellen M├Âglichkeiten erweitern. Es stellt das Herzst├╝ck der Bildungsreform dar.

Die Umsetzung soll bereits 2017/18 mit "Leuchtturmschulen" beginnen. Ein fl├Ąchendeckender Ausbau soll innerhalb von rund zehn Jahren erfolgen.

Die wichtigsten Ma├čnahmen des Autonomiepakets

  • Schulcluster und Bildungscampus/-region:
    2 bis maximal 8 Schulstandorte in geographisch benachbarter Lage sollen sich zu Schulclustern bzw. Bildungsregionen zusammenschlie├čen k├Ânnen, um gemeinsam Ressourcen zu nutzen. Es k├Ânnen auch Kinderg├Ąrten eingebunden werden.

  • Neue Unterrichtsorganisation:
    Die Schule kann autonom festlegen, welche F├Ącher in welcher Art der Gruppenbildung unterrichtet werden. Das soll f├Ącher├╝bergreifende Projekte und jahrgangs├╝bergreifende Unterrichtsformen erleichtern. Die L├Ąnge der Unterrichtseinheiten (keine fixen 50-Minuten-Einheiten mehr) und die ├ľffnungszeiten werden flexibilisiert. Klassen - und Gruppengr├Â├čen werden in die Schulautonomie ├╝bertragen.

  • Auswahl der P├ĄdagogInnen:
    DirektorInnen sollen selbst entscheiden k├Ânnen, welche LehrerInnen aufgenommen werden. Sie k├Ânnen sich jene P├ĄdagogInnen aussuchen, die am besten zu den Bed├╝rfnissen der Schule passen.

  • Bedarfsorientierte LehrerInnen-Fortbildung:
    Derzeit bewerben sich P├ĄdagogInnen um eine Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen an den PHs, die vom Direktor und der Schulaufsicht genehmigt werden m├╝ssen. K├╝nftig sollen die Schul/Clusterleiter den Fortbildungsbedarf an der Schule definieren und sich anschlie├čend an PHs oder Universit├Ąten wenden, die dann ein ma├čgeschneidertes Angebot f├╝r die Schule zusammenstellen.

  • Einheitliches Bestellungsverfahren von Leitern
    Die Ausschreibung erfolgt durch die Schulbeh├Ârden des Bundeslandes mit einem standardisierten Anforderungsprofil. Dieses umfasst u.a. eine f├╝nfj├Ąhrige Berufserfahrung als Lehrperson. Die Eignung der KandidatInnen soll durch eine Beurteilungskommission beurteilt werden. Die Bestellung der Schulleitenden ist vorerst auf 5 Jahre befristet und erst danach auf unbestimmte Zeit.

Quelle: BMB, APA Bildung