Bildungsziele ausverhandeln

Bildungsziele auf den verschiedensten Ebenen ausverhandeln - Dr. Roland Fischer ist sich nicht ganz sicher, wie nah oder fern man dieser Vision ist. Er ist jedenfalls der Meinung, dass es für eine bessere Schule notwendig ist, endlich miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dr. Roland Fischer: Ausverhandlung von Bildungszielen


Dr. Roland Fischer von der Universität Klagenfurt referierte am 8. September 2015 beim Neuen Mittelschule Symposium in St. Johann im Pongau. Er wirft die Frage auf, auf welche Art und Weise Probleme gelöst werden bzw. wie Schule und Unterricht verbessert werden können. "Es geht heute mehr ums Verstehen, Beurteilen und Entscheiden, als ums selber Durchführen", so Fischer.

Beim Vortrag geht es im Wesentlichen um die gemeinsame Ausverhandlung von Bildungszielen – dies kann von Medien, der Bildungspolitik, von Kommissionen oder durch Schulen passieren. Auch die Lehrinhalte könnten durch Aushandeln zwischen Lehrkräften und Schülern festgelegt werden. Was ist wichtig? Was sollen alle lernen? Was soll geprüft werden? Hat es sich ausgezahlt?

Roland Fischer: Ins Gespräch kommen wichtigstes Bildungsziel


"Das für mich wichtigste Bildungsziel heute ist auf der sozialen Ebene, das heißt überhaupt miteinander ins Gespräch zu kommen, Entscheidungen zu treffen und sich zu organisieren. Das ist ein Bereich, den ich für das größte Defizit halte", so Roland Fischer von der Universität Klagenfurt. Fischer spricht im Interview über "Ausverhandlungsprinzipien" für den Bildungsbereich, welche Schule und deren Organisation verbessern sollen. Für den Anstoß solcher Prozesse sieht er die Bildungseinrichtungen sowie die Medien in der Pflicht. In der Ausweitung der Schulautonomie seien laut Fischer die größten Möglichkeiten, um Veränderungen in der Schule herbeizuführen. Die einzelne Lehrkraft ist machtlos.

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