eBooks verbessern Lesefähigkeit bei Jungen

cc www.flickr.com/John Morgan
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Forscher haben scheinbar die Lösung für eines der heikelsten Probleme im Bildungsbereich gefunden - die schlechten Lesefähigkeiten der Jungen. Die Nutzung von eBooks in der Schule soll die Leseleistung der Jungen verbessern.

Eine Studie des National Literacy Trust ergab, dass sich die Lesefähigkeit bei Jungen deutlich verbessert, wenn sie eBooks zum Lesen verwenden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Jungen beim Lesen von eBooks nach 4,2 Monaten einen Lesestandard erreichen, den sie normalerweise erst nach 8,4 verzeichnen können. Auch bei den Mädchen zeigen sich ähnliche Effekte. Dies berichtet die Tageszeitung Independent.

Der Prozentanteil von Jungen, die Lesen als schwierig empfinden, hat sich von 28% auf 15,9% so gut wie halbiert. Zusätzlich fanden 66,5% nach Abschluss der Untersuchungsphase lesen als "cool" - zu Beginn waren es 34,4%.

Dem Bericht zufolge eröffnen sich dadurch ganz neue Wege, wie man Kindern Freude und Motivation am Lesen vermitteln und dadurch langanhaltende Erwerbsdefizite vermeiden kann.

Auf die Frage, warum sie das Lesem am Bildschirm bevorzugen, antworteten die Schüler, dass Lesen am Papier langweilig sei, auf dem Tablet sei es interessanter. Ein Schüler meinte, es erinnere ihn an das Nachrichten schreiben am Smartphone. Auch die Möglichkeit die Textgröße, bestimmte Farbeinstellungen des eReaders oder das Scrollen, machten das Lesen für die Schüler attraktiv.

Für diese Studie wurden knapp 500 acht bis 16-Jährige in 40 Schulen untersucht. Ebenfalls wurde eine Studie mit 30.032 Kindern durchgeführt, die ergab, dass 88,6% beim Lesen auf Technologie zurückgreifen. Im Vergleich zu 2010 hat sich die Zahl der Nutzung von eBooks  verdreifacht. 75,2% der befragten Kinder geben an, dass sie gerne auf technischen Geräten lesen, während 56,7% gerne auf Papier lesen.

Eine Lehrkraft die an der Studie teilgenommen hat gibt an, dass 23 von 24 Schüler eine Fortschritt beim Lesen gemacht haben - manche schnell und manche stetig. Zudem sei dadurch möglich geworden, das Stigma - welches dem Lesen anhaftete - zu entfernen. Die Schüler würden jetzt untereinander ihre Leseerfahrungen austauschen und in der Schule hätte sich eine Art Lesewahn eingestellt.

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