EduDays 2014: Informatische Grundbildung fest verankern!

Peter Micheuz von der Uni Klagenfurt bezeichnet den Informatikunterricht in √Ėsterreich als "Fleckerlteppich". Gerhard Brandhofer (PH N√Ė) bem√§ngelt, dass die informatische Grundbildung weitgehend von der Lehrkraft abh√§ngig sei, ob sie stattfinde oder nicht.

Diese Defizite wollte man bei den EduDays 2014 aufzeigen und Chancen und M√∂glichkeiten der informatischen Bildung aufgreifen und sichtbar machen. Zahlreiche Referenten waren gekommen, √ľber die verschiedensten Aspekte dieses Themas zu informieren.

Informatische Grundbildung: Eine Frage des Wollens


Von 23. - 24. April 2014 fanden an der Donau-Uni Krems die 5. EduDays statt. Im Zentrum stand die informatische Grundbildung. Veranstalter Gerhard Brandhofer von der P√§dagogischen Hochschule N√Ė bem√§ngelt, " (...) dass informatische Bildung nicht wirklich stattfindet, wenn es die Lehrerin oder der Lehrer nicht vorher initiiert und mit Engagement dahinter steht". Die beiden Tage in Krems, sollten ein weiterer Schritt sein, die Lage zu verbessern.

M√ľller: Experiment Digital! Tableteinsatz im Unterricht


Dominik M√ľller geht in Frankfurt am Main in die Schule und startete 2012 das papierlose "Experiment Digital!". Er benutzt sein Tablet in vollem Umfang f√ľr die Schule, egal ob es sich um Notizen, Mitschriften oder andere Inhalte handelt. Im Vortrag erl√§utert er die Gr√ľnde daf√ľr, die Vor- und Nachteile des Projekts und die Reaktionen von Lehrkr√§ften und Sch√ľlern. Seine Erfahrungen h√§lt er zudem in einem Blog (experimentdigital.de) fest.

Breier: Medienbildung und informatische Bildung


Neue Technologien pr√§gen die Lebenswelt junger Menschen nachhaltig und verlangen neue, weitreichende Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien und informationsverarbeitender Technik. Dr. Norbert Breier (Uni Hamburg) zeigt in seinem Vortrag, wie eine Verkn√ľpfung der Medienbildung mit der informatischen Bildung aussehen k√∂nnte.

Freisleben: Social Media in der Schule


Den Neuen Medien eine Chance geben, diese in den Unterricht zu integrieren und sinnvoll zu nutzen, das soll die Ziel von modernen Unterricht sein. Die neuen M√∂glichkeiten aussch√∂pfen, anstatt Smartphones und Tablets in der Schule zu verbieten. Der Journalist und Berater Christian Freisleben zeigt, wie eine innovative Schule k√ľnftig aussehen k√∂nnte.

Reischl: Wie k√∂nnen Tablets geh√∂rlose Sch√ľler beim Lernen unterst√ľtzen?


F√ľr alle jungen Menschen ist das iPad ein geeignetes elektronisches Mittel, mit dem es sich gut im Unterricht arbeiten l√§sst. Jochen Reischl (Landesschulzentrum f√ľr H√∂r-und Sehbildung Linz) nutzt das in seiner Klasse f√ľr geh√∂rlose Sch√ľler und berichtet dabei von hervorragenden Erfahrungen mit der technischen Unterst√ľtzung im Unterricht.

Wolf: Gender und die Weichenstellungen in Zukunft


Gender und Diversity zählen zu den vier Grundprinzipien der LLL2020 Strategie, welche von der österreichischen Bundesregierung beschlossen wurde. Dabei soll geschlechtergerechtes Handeln zu lernen und anzuwenden an oberster Stelle stehen. Dr. Birgit Wolf von der Donau-Universität Krems geht in ihrem Vortrag darauf ein, wie dies funktionieren kann.

Prock: Erfahrungen mit digi.komp


Andrea Prock (LSR Tirol) erl√§utert das Konzept der Digitalen Kompetenzen (digikomp) f√ľr die 8. Schulstufe. Die P√§dagogin geht auf die sechs W-Fragen ein (Wer?/Wie?/Wann?/Was?/Wo?/Warum) und zeigt Praxisbeispiele aus dem Digikomp-Basiskurs. Zum Abschluss gibt sie noch 10 Umsetzungsempfehlungen beginnend vom Digicheck √ľber Fortbildungen bis hin zur Evaluierung.

Buchegger: Cloud Computing an Schulen


Barbara Buchegger (√ĖIAT/Saferinternet.at) zeigt, wie Schulen bzw. Lehrkr√§fte mit dem Thema Cloud Computing umgehen k√∂nnen. Wir alle nutzen Lernplattformen, Web 2.0 Angebote, Youtube, Facebook oder Whats App. Barbara Buchegger spricht hier von zwei Polen: Auf der einen Seite "Leichtsinn" und auf der anderen "Paranoia" - dazwischen gibt es unendlich viele Auspr√§gungen. Die Internetexpertin gibt auch Tipps zu Internet-Vereinbarungen: von der Beachtung der Pers√∂nlichkeitsrechte √ľber die Datensicherheit bis hin zu der Erarbeitung von Verhaltensweisen.

Reichert: Big Data, Digital Humanities und der Umbruch der Medienkultur


Dr. Ramon Reichert vom Institut f√ľr Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Uni Wien richtet seinen Fokus unter anderem auf die datenkritische Perspektivierung der Digital Humanities. Was tragen Twitter- & Facebookauswertungen zu unserem Gesundheitssystem bei? Was passiert mit unseren gesammelten Daten? Reichert sondiert zudem die zentralen Thesen der datengesch√ľtzten Wissenschaft.

Eder/Pichler: Teamteaching und digitale Medien im Sprachunterricht


Der Einsatz von digitalen Medien in heterogenen Arbeitsgruppen stellt eine besondere Herausforderung in der Praxis dar. Wie k√∂nnen digitale Medien im Teamteaching Unterricht gezielt eingesetzt werden und somit den Lernertrag nachhaltig steigern? Dies erl√§utern Mag. Kathrin Eder (P√§dagogische Hochschule N√Ė) und Michaela Pichler (NN√ĖMS P√∂ggstall) in ihrem Vortrag.

Micheuz: Informatische Schulbildung ...


... √ľber den √∂sterreichischen Tellerrand hinausgeschaut, so der Titel des Vortrages von Mag. Peter Micheuz (Uni Klagenfurt). Er macht einen Streifzug durch die europ√§ische Bildungslandschaft (und dar√ľber hinaus auch durch die USA oder Australien) im Bezug auf die Verankerung informatischer Bildung. Den Informatikunterricht in √Ėsterreich bezeichnet er als "Fleckerlteppich".

Veit: Microsoft Surface im Unterricht


Welche Vorteile hat eine Anwendung wie Office 365 im Unterricht? Christoph Veit (NN√ĖMS Matzen) spricht √ľber eigene Erfahrungen und wie so ein Tool den Unterricht erleichtern kann. Er bringt ebenso Verbesserungsvorschl√§ge ein und spricht auch offen √ľber die Nachteile von Microsoft Surface und Office 365.