PISA: Students, Computers and Learning - Making the Connection

(c) Thinkstock/moodboard
(c) Thinkstock/moodboard

Der OECD-Bericht geht der Frage nach, wie Computer an Schulen effektiv genutzt werden können, um Schüler mit jenen Kompetenzen auszustatten, die sie in der heutigen Welt benötigen.

Dabei wurde die Beziehung zwischen dem Computerzugang an Schulen, der Computernutzung in den Klassenzimmern und den Leistungen in der PISA-Erhebung. Herangezogen wurden dafür neue Analysen sowie Daten aus PISA 2012.

Potentiale ausschöpfen

Schulen müssen noch viel stärker die Vorteile nutzen, die Technologie ihnen im Klassenzimmer bietet und die Potentiale, die in technischen Geräten liegen, ausschöpfen. Basierend auf den Ergebnissen der ersten PISA-Erhebung der digitalen Fähigkeiten, können erst dadurch den Schülern jene Fähigkeiten vermittelt werden, die sie in der heutigen vernetzten Welt benötigen.

Kaum Verbesserungen erkennbar

Wie die Ergebnisse des Berichts "Students, Computers and Learning: Making The Connection" zeigen, verzeichnen auch Länder, die stark in Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) investiert haben, keine erkennbaren Verbesserungen bei ihren PISA-Ergebnissen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften.

Laut OECD muss sichergestellt werden, dass jedes Kind ein grundlegendes Leistungsniveau in den Bereichen Lesen und Mathematik erreicht, denn dies würde eher zu Chancengleichheit in der digitalen Welt führen, als lediglich den Zugang zu Hightech-Geräten zu expandieren.

PC wirkt unterschiedlich auf Lernfortschritt

2012 gaben 96% der 15-jährigen Schüler aus OECD-Ländern an, einen Computer zu Hause zu haben, aber nur 72% gaben an, einen in der Schule nutzen zu können. Insgesamt lässt sich jedoch sagen, dass Schüler, die einen Computer in der Schule moderat nutzen, bessere Lernfortschritte aufweisen, als Schüler, die kaum Computer nutzen. Aber Schüler die sehr häufig eine PC in der Schule nutzen, schneiden noch schlechter ab - auch nach Berücksichtigung der sozialen Herkunft und Demografie.

Der Bericht zeigt außerdem, dass die Kluft im digitalen Lesen zwischen den begünstigten und weniger begünstigten Schülern den Leistungsunterschieden im traditionellen PISA-Lesetest sehr ähnlich ist - obwohl die große Mehrheit der Schüler, unabhängig von ihrer Herkunft, Computer verwendet. Das heißt, um die Ungleichheiten in Bezug auf die digitalen Kompetenzen zu reduzieren, müssen die Länder zuerst eine Gleichheit in der allgemeinen Bildung herstellen.