Schulbücher als freie Bildungsressource

cc www.pixabay.com/Hans
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Die Zukunft liegt in digitalen Lehr- und Lernmitteln, doch der Weg dorthin ist kein leichter. Vor allem beim Wandel vom analogen zum digitalen Schulbuch kämpft man mit Schwierigkeiten. Gernot Vlaj sieht in Open Educational Resources (OER) Schulbüchern eine mögliche Lösung.

Digitale Schulbücher, sogenannte E-Books, bieten Vorteile, die ein analoges Schulbuch nicht zu bieten hat. So besteht beispielsweise die Möglichkeit der Interaktion, Multimedialität und Kollaboration, womit sich vollig neue Wege der Gestaltung und Verwendung ergeben. Daraus können sowohl Lernende als auch Lehrende einen enormen Nutzen ziehen! Trotz dieser Vorteile sollte keinesfalls auf das altbekannte, analoge Schulbuch verzichtet werden. Denn Stromabhängigkeit oder beispielsweise verminderte haptische Elemente zählen zu den Nachteilen der E-Books.

Rechtliche und technische Herausforderungen

Beim Verwenden und Wiederverwenden von Lehr- und Lernmaterialien sind immer auch viele verschiedene rechtliche Aspekte zu beachten, vor allem wenn es beispielsweise um Urheberrechte geht. Eine Lösungsmöglichkeit bieten sogenannte Open Educational Resources (OER). Dabei handelt es sich um Materialien die kostenfrei im Internet zur Verfügung stehen, frei verwendet und nach eigenem bedarf kombiniert, verändert und in anderen Kontexten wiederverwendet werden dürfen – bei klar definierten Linzenzregeln.

Spricht man von digitalen Schulbüchern und deren Einsatz im Schulunterricht, so steht man auch aus technischer Sicht vor so mancher Herausforderung. Um einen einwandfreien Einsatz von E-Books im Schulsetting zu gewährleisten, muss die nötige Infrastruktur und Ausstattung gegeben sein, wobei sich in diesem Zusammenhang auch immer die Frage nach der Finanzierung stellt.

Musterhaftes Konzept einer OER-Schulbucherzeugung

In seiner Diplomarbeit erarbeitet Gernot Vlaj ein Konzept, wie die Umsetzung eines Schulbuchs als OER zu bewerkstelligen ist und setzt sich mit den Möglichkeiten der Einsetzbarkeit dieser Schulbücher aus aktueller Sicht auseinander. Dabei geht er in seiner Diplomarbeit auf folgende Fragen ein:

  • Wer braucht ein OER-Schulbuch?
  • Wer erzeugt es?
  • Wer soll es bezahlen?
  • Wo und wie wird es geschrieben?
  • Wie sollte es lizensiert werden?
  • Wie kommt es in die Schule?
  • Welche technischen Voraussetzungen sind nötig um es zu benutzen?

Ohne Frage - mit der zunehmenden Digitalisierung von Schulbüchern sind auch die notwendigen Kompetenzen und eine entsprechende Ausstattung von Nöten. Zudem kommen Veränderungen bei der Erstellung sowie dem Vertrieb von Lernmaterialien. Genau hier liegen die Chancen von OER: damit würde die Urheberrechtsproblematik umgangen und ein offener Zugang zu Bildung verbessert.

Lesen Sie die gesamte Diplomarbeit von Gernot Vlaj HIER!

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