Social Reading - Lesen mit sozialen Medien

cc www.pixabay.com/Unsplash
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Ein neues Phänomen unserer Zeit: "Social Reading". Durch die digitalisierung von Büchern und soziale Medien, werden heute Texte online gelesen, kommentiert und diskutiert. Somit wird das Lesen zu einem öffentlichen, sozialen Prozess.

Lesen im Bett, am Strand, am Balkon, auf der Couch,... egal wo gelesen wird, fast immer ist es eine in sich gekehrte Tätigkeit. Auch wenn man sich meist alleine mit einem Buch beschäftigt, tauscht man sich anschließend doch gerne über das Gelesene aus. Dies Austausch geschieht heute nicht mehr nur über Lesezirkel, sondern auch über das Internet.

Buch als "Filesharing-Objekt"

Bücher wurden schon immer gerne verliehen und ausgetauscht und können daher als wichtiges "Filesharing-Objekt" bezeichnet werden. Das Austauschen über und Empfehlen eines Buches im Internet bzw. in sozialen Netzwerken wird als "Social Reading" verstanden. Gleichgesinnte Leser und Leserinnen finden sich hier in Onlinecommunities zusammen um sich über ihre Lieblingsliteratur auszutauschen. Dazu werden heutzutage nicht mehr nur Online-Plattformen, sondern auch Smartphones, oder E-Reader herangezogen.

Leseerlebnis 2.0

Social Reading bietet die Möglichkeit für spannende Diskussionen, Lesermeinungen, Austausch mit Gleichgesinnten beispielsweise über Neuigkeiten oder Lesungstermine. Auch der Autor bzw. die Autorin können sich zu Wort melden. Durch all diese Elemente wird das persönliche Leseerlebnis erweitert. "Schon jetzt informieren sich viele Leserinnen und Leser online über Bücher. Mit Social Reading rückt diese Art der Kommunikation näher an das Buch selbst", weiß auch Mirjam Mischendahl von Lovelybooks im Gespräch mit Literacy.at.

Datensammlung "Leseverhalten"

Social Reading bringt leider neben einigen Vorteilen auch Nachteile mit sich. So kennen durch das Lesen eines Buches über technische Apps Verlage das eigene Leseverhalten besser als man selbst. Diese erhalten ein genaues Abbild von der persönlichen Lesegeschwindigkeit, den übersprungenen Kapiteln oder den meistgesuchten Begriffen.

Doch gerade für Schule und Studium mag das soziale Lesen eine Arbeitserleichterung mit sich bringen. So können Texte auch außerhalb des Klassenzimmers oder Seminarraums diskutiert werden, oder Notizen hinzugefügt werden.

Quelle: literacy.at