Studie: Jugend 3.0 - abgetaucht nach Digitalien

(c) Thinkstock/iStock
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Jugendliche haben ein digitales Leben. Viele Eltern klagen darüber, dass ihre Kinder nur noch vor dem Smartphone hängen und den Großteil ihrer Freizeit vor dem PC oder Fernseher verbringen. Wie es wirklich um die Mediennutzung von Jugendlichen steht, untersucht eine Studie der Techiker Krankenkasse.

Was ist Medienkompetenz?

Medienkompetenz ist mehr als das Wissen, wie man Geräte bedient. Medienkompetenz "bedeutet, Inhalte intellektuell und emotional verarbeiten zu können, Informationen kritisch zu hinterfragen und zu wissen, wie viel Medienkonsum gesund und altersgerecht ist", so Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK) in Deutschland. Um zu klären, wie es nun wirklich um das Netzleben der Jugendlichen steht, wurde ein repräsentativer Querschnitt von Eltern 12- bis 17-jähriger Jugendlicher zum Medienkonsum ihres Nachwuchses befragt.

Freizeit wird "ausgesessen"

Mädchen und Burschen verbringen ihre Freizeit gerne vor dem Fernseher oder im Internet auf sozialen Netzwerken. Während das Computerspielen eher eine Sache der Burschen (87%) ist, verwenden die Mädchen mehr Zeit mit Hausaufgaben und lesen. Aber auch das Treffen mit Gleichaltrigen ist für die Jugendlichen wichtig. Über 90% der Mädchen und Burschen verbringen täglich Zeit mit Gleichaltrigen.

Alamierendes Aktivitätslevel

Bedenklich ist jedoch das niedrige Aktivitätslevel der Jugendlichen. Die von Experten empfohlene Stunde Bewegung am Tag schaffen gerade mal drei von zehn Burschen und jedes fünfte Mädchen. Durch das "aussitzen" der Freizeit vor PC und Fernseher, erhöht sich das Risiko für körperliche und mentale Belastungen.

Computer für die Schule

Knapp zwei Drittel der Jugendlichen besitzen einen eigenen Computer oder einen eigenen Laptop. Mit dem Alter steigt auch der Anteil der Burschen und Mädchen mit einem eigenen PC. Hier argumentieren die meisten, dass sie einen eigenen Rechner für ihren Schulererfolg benötigen. Viele Eltern lassen sich davon überzeugen. Zusätzlich besitzen sieben von zehn Burschen eine eigene Spielekonsole, bei den Mädchen sind es nur 40%.

Bist du online?

Im Rahmen der Studie wurden die Eltern befragt, wie sie das Nutzungsverhalten ihrer Kinder einschätzen. Hier sind Deutschlands Eltern geteilter Meinung: Die eine Hälfte findet es völlig in Ordnung, wie viel Zeit ihr Nachwuchs im Internet verbringt. Für die andere Hälfte surfen sie zu viel. Frag man die Eltern, wofür die Jugendlichen das Internet nutzen, ist die Schule die häufigste Anwort, gefolgt vom Chatten mit Freunden. Auf den Plätzen drei und vier liegt die klassische Mediennutzung: Videos anschauen und Musik hören.

Internet: Fluch und Segen

Für die Eltern ist das Internet Fluch und Segen zugleich. Für viele ist es wichig, dass sich ihre Kinder über das Internet austauschen können, wenn es um schulische Dinge geht, aber auch für die Organisation der Freizeit ist es hilfreich. Demnach sind sechs von zehn Eltern der Meinung, dass die sozialen Netzwerke wichtiges Kontaktmedium sind. Zugleich hat aber auch jeder zweite Elternteil Angst vor Cybermobbing und Betrug im Internet. Auch der oft fehlende Jugendschutz im Netz ist für viele Eltern ein Problem. 40% der Eltern befürchten, dass sich ihr Kind im Internet nicht altersgerechte Inhalte wie Gewalt- und Sexdarstellungen ansieht.

Sie können die gesamte Studie HIER nachlesen!