Werfen wir einen Blick in unsere Zukunft

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Die oberösterreichische Zukunftsakademie lud am 17. November zum Zukunftssymposium ins Linzer Musiktheater. Beim Blick in die Zukunft stachen vor allem Themen wie Bevölkerungswachstum und demographischer Wandel, fortschreitende Digitalisierung und veränderte Wertvorstellungen heraus.

Wahrsager unserer Zeit

Zukunfts- und Trendforscher beschäftigen sich mit Veränderungsprozessen in allen Bereichen der Gesellschaft. Anhand von Analysen aktueller Veränderungen werden Prognosen für die Entwicklungen der nächsten Jahre getroffen. Beim Zukunftssymposium 2015, veranstaltet durch die oberösterreichische Zukunftsakademie, wurde unter dem Motto "Destination Übermorgen: Trends erkennen - Zukunft gestalten" ein Blick in die Welt von morgen geworfen.

Die Erwachsenen von morgen zukunftsfit machen


Natürlich ist die Jugend ein Schwerpunktthema, wenn es um die Zukunft geht. Die Erwachsenen von morgen brauchen aber, um in der Zukunft bestehen zu können, bestimmte Kompetenzen und Fähigkeiten. Welche das sind und wohin sich das Bildungssystem in Zukunft entwickeln sollte, das haben wir nachgefragt.

Georges T. Roos: Disruptive Zukunft - Worin sich das Morgen vom Heute unterscheidet und was es für uns bedeutet


"Hätten wir die Möglichkeit zur Zeitreise und würden wir uns ins Jahr 2035 verschieben, dann würden uns verschiedene Aspekte völlig überraschen." - so erklärt der Schweizer Zukunftsforscher Georges T. Roos "Disruptive Zukunft". In seinem Vortrag beschreibt er drei disruptive Zukunftsszenarien - welche das sind, sehen Sie im Vortrag.

Interview: Georges T. Roos


Der Schweizer Zukunftsforscher Georges T. Roos sieht in der Zukunft große Einflüsse durch die Digitalisierung aber auch eine Verschiebung der Bevölkerungssituation. Im Interview verrät er, wie Trendforschung funktioniert, wie sich das Bildungsystem verändern muss und ob er in den letzten 10 Jahren von Trends überrascht wurde.

Birgit Gebhardt: Lebenswelt 2030 - Wie wir in 15 Jahren wohnen, arbeiten und konsumieren werden


Im Vortrag "Lebenswelt 2030 - Wie wir in 15 Jahren wohnen, arbeiten und konsumieren werden" erfahren Sie, wie unsere wichtigsten Lebensbereiche in der Zukunft aussehen könnten. Wie lange wird es dauern, bis sich jeder seine personalisierte Zahnbürste vom eigenen 3D-Drucker ausdrucken lassen kann? Mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigt sich die Hamburger Trendexpertin Birgit Gebhardt beim Zukunftssymposium.

Interview: Birgit Gebhardt


Wie der Zukunftsforscher Georges T. Roos sieht auch Birgit Gebhardt in der Digitalisierung die maßgeblichste Veränderung in der nahen Zukunft. Zum Datenschutz hat die Trendexpertin eine, im Vergleich zu den Meisten, konträre Meinung - wie diese aussieht hören Sie im Interview.

Peter Huber: Standortqualitäten umfassend entwickeln - Lebensqualität und Standortattraktivität gehören zusammen


Peter Huber, vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), geht in seinem Vortrag auf die Bereiche Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft und deren Zusammenspiel ein. So stellt er beispielsweise die Frage, ob sich Umwelt- und wirtschaftliche Ziele überhaupt vereinbaren lassen. Oder wie wichtig ist uns denn Lebensqualität überhaupt? Huber stellt einen regionalen Bezug her und präsentiert Fakten zur Position des Wirtschaftsstandortes OÖ im internationalen Vergleich.

Regina Polak: Wertelandschaft Zukunft - Was für junge Menschen wertvoll ist und wie eine Region ihr Vertrauen gewinnen kann-


Regina Polak, von der katholisch-theologischen Fakultät der Uni Wien, spricht in ihrem Vortrag unter anderem über eine gespaltene Jugend. Auf der einen Seite sieht sie junge, gewaltbereite Menschen ohne Perspektive, die sich im rechtsradikalen Milieu wiederfinden, auf der anderen Seite aber auch Jugendliche mit humanistischer Einstellung. Was prägt unsere Jugend und was sind ihre wahren Werte? Kann man überhaupt von DER Jugend sprechen?

Diskussion: Welche Schlüsselqualitäten machen OÖ zukunftsfähig?


Beim Podiumsgespräch des Zukunftssymposiums wurde über die Zukunft Oberösterreichs diskutiert. Dabei wurden von den Diskussionsteilnehmern, darunter Paul Eiselsberg vom Institut für Markt- und Sozialanalysen (IMAS) und Birgit Gerstorfer vom AMS OÖ, vor allem Themen wie Arbeitsmarkt, Ausbildung und Hoffnung für die Jugend angesprochen.

Hier finden Sie die Tagungsunterlagen