Gutes Zeugnis für oberösterreichische Lehrkräfte
Die 22.000 Lehrkräfte haben im vergangenen Schuljahr weit mehr geleistet als ihre Dienstpflicht, sagt LH-Stv. Christine Haberlander. Das neue Schuljahr bringt einige Veränderungen - eine geänderte Ferienregelung gehört allerdings nicht dazu.
Ferienstart für 200.000 Schülerinnen und Schüler
Am Freitag, dem 10. Juli, beginnen für 200.000 Schülerinnen und Schüler an rund 1.000 Schulstandorten in Oberösterreich die Sommerferien. Großes Lob fand Christine Haberlander für die 22.000 Lehrerinnen und Lehrer, die mehr leisten als das, was im Dienstvertrag steht: “Sie vermitteln nicht nur Wissen, sondern stärken junge Menschen auf ihrem Weg und eröffnen ihnen neue Perspektiven.” Das zeige sich etwa bei der Matura: Bei 5.865 Kandidatinnen und Kandidaten gab es im Durchschnitt nur rund 1 Prozent negative Beurteilungen. Auch in anderen Bereichen würden Lehrkräfte “die Extrameile gehen”, zum Beispiel beim Lesegütesiegel, den Meistersingerschulen, dem Schulsportgütesiegel oder bei Fremdsprachenwettbewerben.
Keine früheren Ferien
Dem Vorschlag der Wiener Bildungsstadträtin Bettina Emmerling, die Sommerferien angesichts der Junihitzewelle nach vorne zu verlegen, kann Haberlander nichts abgewinnen: Sowohl eine Vorverlegung als auch eine Verkürzung der Sommerferien gehe zulasten der Eltern der 108.000 Schulkinder unter 14 Jahren in Oberösterreich. Nicht die Ferien, sondern die Schulgebäude sollen der Hitze angepasst werden.
Ein Sommer der Bildung
In den Ferien sind die Lehrkräfte nicht untätig: Allein in Oberösterreich unterstützen 638 Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit 48 Buddies in der Sommerschule 7.705 Schülerinnen und Schüler dabei, Lerninhalte zu vertiefen und gut vorbereitet ins neue Schuljahr zu starten. In der Sommerakademie von Talente OÖ wiederum sind es die Hochbegabten, die begleitet von Lehrkräften in Themen wie Robotik, Chemie oder Künstliche Intelligenz eintauchen.
15.000 Erstklassler
Der Herbst bringt nicht nur für die rund 15.000 Kinder, die in den ersten Klassen starten, große Änderungen: Über den Chancenbonus bekommen erstmals 59 oberösterreichische Volks- und Mittelschulen zusätzliches Lehrpersonal oder Fachkräfte aus den Bereichen Schulsozialarbeit, -psychologie oder Pädagogik. Nach einem Pilotversuch wird auch die verpflichtende Suspendierungsbegleitung umgesetzt: Suspendierte Schülerinnen und Schüler erhalten sowohl eine Lernbegleitung als auch psychosoziale Betreuung, um den Wiedereinstieg in den Unterricht zu unterstützen und weiteren Suspendierungen vorzubeugen. Ein entsprechender Pilotversuch sei von Eltern und Lehrkräften gut angenommen worden, sagte Bildungsdirektor Alfred Klampfer.