VR Brille
Projekt

Virtuelle Medizinwelten für Pflegestudierende

VReduMED zeigt, wie immersive Simulationen Pflegeausbildung und Unterricht erweitern – vom Schockraum bis zum „Room of Horror“, wo sichtbar wird, wie schnell Entscheidungen wirken.

In der Pflege entscheidet manchmal jede Sekunde. Gleichzeitig braucht es sichere Lernumgebungen, in denen Fehler erlaubt sind. Genau hier setzt VReduMED an, ein europäisches Projekt, das Virtual Reality nutzt, um medizinische und pflegerische Ausbildung praxisnäher, immersiver und wirksamer zu machen. 

Bis März 2026 entwickeln die Partner digitale Lernwerkzeuge, die bereits jetzt intensiv getestet werden und einen Blick hinter die Kulissen des Gesundheitswesens ermöglichen.

Der „Room of Horror“ als Lernlabor

Eines dieser Werkzeuge, das mit der VR-Brille getestet wird, ist der Room of Horror, ein VR-Szenario, das typische Fehler im Stationsalltag sichtbar macht. Trotz seines Namens geht es nicht ums Erschrecken, sondern um didaktische Präzision: Lernende betreten einen virtuellen Raum und suchen nach Unregelmäßigkeiten wie verschütteten Flüssigkeiten oder fehlenden Patientenakten – mit oder ohne Zeitlimit. Der Fokus liegt darauf, Abläufe zu verstehen, Risiken zu erkennen und Entscheidungen bewusst zu treffen.

Die zweite Anwendung heißt VR-CPR. Sie erweitert eine bestehende Reanimations-App um Szenarien für Kinder und Babys. Mit VR-Brille, Reanimationspuppe und Drucksensor erleben die Teilnehmenden realitätsnah, wie sich die richtige Herzdruckmassage anfühlen muss – und bekommen sofort Feedback. So wird Theorie unmittelbar spürbar und kann im Unterricht gezielt aufgegriffen werden.

Handbuch zeigt Stärken der VR-Brille auf

Damit diese Erkenntnisse nachhaltig nutzbar sind, entsteht ein umfassendes VReduMED-Handbuch. Es soll Lehrpersonen und Ausbildnerinnen zeigen, wie VR sinnvoll und pädagogisch abgestimmt in der Praxis eingesetzt werden kann. Der nächste Meilenstein ist die Final Conference am 4. Februar in Budweis, wo das Projektteam seine Ergebnisse präsentiert und Besucherinnen und Besucher die Anwendungen selbst ausprobieren können.
 

Zur Projektbeschreibung VReduMED

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