Mordindustrie Holocaust

Nach jahrzehntelangem Schweigen bricht Erika Bezdícková jetzt ihr Schweigen über ihre Vergangenheit. Die aus Silein (Slowakei) stammende Jüdin erzählt vor Schülern ihr Leid während des Zweiten Weltkrieges und wie sie drei Konzentrationslager überlebt hat.

Erika Bezdícková wurde am 26. September 1931 geboren. 1944 wurde die ganze Familie nach Auschwitz gebracht, wo ihre Eltern ermordet wurden. Deponiert in verschiedene KZ´s und Arbeitslagern in Deutschland, gelang Bezdícková bei einem Todesmarsch die Flucht. Ihre Geschichte erzählte sie am 15. November einer vierten Klasse der Neuen Mittelschule 10. BildungsTV war dabei und durfte ihren Vortrag aufzeichnen.

Erika Bezdícková bricht ihr Schweigen


"Es braucht Aufklärung." Das war der Grund für Erika Bezdícková, ihr Schweigen zu brechen und ihre Geschichte und ihr Leid während des Zweiten Weltkrieges in einem Buch niederzuschreiben. "Es sind die niedrigsten Triebe der Menschen, wie zum Beispiel Neid, die so ein Unheil auslösen", sagt sie über die Anfänge des Krieges. Damit sich so ein Unheil nicht wiederholt, spricht sie mit Schülern darüber.

verfolgt - verschwunden – gesucht

Die Vortragsveranstaltung der Zeitzeugin fand im Rahmen des Projekts "verfolgt - verschwunden – gesucht – von der Vergangenheit des Nazi-Terrors bis zur Gegenwart. Ein europäisches Projekt zur Erinnerung, Bewusstmachung und Förderung des MITFÜHLENS und HELFENS" des Instituts für psycho-soziale Fragen (IPS) Wien mit dessen Präsident Mag. Dr. Rainer König-Hollerwöger statt und wird vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten und dem Land Oberösterreich unterstützt. Das Projekt bezieht auch aktuelle Vermisstensituationen von Kindern der Gegenwart ein.

Wir bedanken uns bei Direktor Peter Bersenkowitsch und Dipl.-Päd. Ute Obermayr von der Neuen Mittelschule 10, dass wir die Aufnahmen in ihrer Schule machen konnten.