Wieviel Wirtschaft braucht die Allgemeinbildung?

Ökonomische Bildung im Gespräch: Wieviel Wirtschaft, welche Wirtschaft braucht die Allgemeinbildung? Das war das Thema des Wirtschaftssymposiums an der PH der Diözese Linz. In Fachvorträgen und Workshops wurde diskutiert, ob der GW-Unterricht noch zeitgemäß ist.

Lehrende an Neuen Mittelschulen und Gymnasien waren beim Wirtschaftssymposium eingeladen, das Schulfach Geographie und Wirtschaftskunde genauer unter die Lupe zu nehmen. Welche Aspekte sollten stärker akzentuiert werden? Was erwarten die Unternehmen und die Sozialpartner? Was bieten die Fachdidaktik und die „gute Praxis“? Welche Aspekte sollen in der neuen Lehramtsausbildung und in der zukünftigen Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern eine stärkere Rolle spielen?

Die Referenten des Vormittags, Christian Sitte und Christian Fridrich, verdeutlichten jedenfalls, dass es um das Wirtschaftswissen der Jugendlichen und der Erwachsenen nicht zum Besten steht. Und hier ist unter anderem die Schule gefordert, dies zu ändern.

Christian Sitte: Wirtschaftskunde - Von den Anfängen in den Schulbüchern bis zur neuen Reifeprüfung


Dr. Christian Sitte von der PH Niederösterreich gibt einen Abriss über die Entstehungsgeschichte von Geografie und Wirtschaftskunde in der Schule. In das Schulorganisationsgesetz schaffte es "GW" erst 1962. Welche Inhalte sind aktuell für Lehrkräfte wichtig, welche Themen muss GW behandeln, die derzeit noch vernachlässigt werden? Sitte versucht hier Ansätze aufzuzeigen, wie moderner GW-Unterricht aussehen könnte.

Christian Fridrich: Ökonomische Bildung in Theorie und Praxis. Wissen – Kompetenzen – Annäherungen


Dr. Christian Fridrich von der PH Wien geht in seinem Vortrag darauf ein, was in Geografie und Wirtschaftskunde (GW) den Schülern vermittelt wird bzw. was vermittelt werden sollte. Für Fridrich soll GW die Mündigkeit als Beitrag zur Emanzipation & Partizipation im Sinne der Lebensbewältigung fördern. Betrachtet man Jugendstudien zum Wirtschaftswissen, so sind die Ergebnisse für Fridrich unzureichend - bei den Erwachsenen sieht es auch kaum besser aus. Das sollte sich laut Fridrich unbedingt ändern.

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