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  • 2007-12 Kulturwortschatz Europa: Silvester

    Die letzten Drei im Jahr: Unter dem 29. Dezember verzeichnet der römisch-katholische Heiligenkalender einen Jonathan, unter dem 30. den König David, unter dem 31. schliesslich den heiligen Silvester. Niemand spricht von einem Jonathanstag oder einem Davidstag; doch der Name des Heiligen, dem der ... Detailansicht

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  • 2008-04 Kulturwortschatz Europa: Ameise

    Achtung: Die folgende Wortgeschichte ist einzig für den 1. April zu brauchen!!!
    Die Wortgeschichte der „Ameise“ beginnt in Platons „Phaidros“, an einem heissen Sommertag vor den Toren von Athen. Der alte Sokrates wandert mit dem jungen Phaidros barfuss das Bachbett des Ilissos hinauf; an der Qu ... Detailansicht

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  • 2007-10 Kulturwortschatz Europa: Salär

    Wenn die Arbeit eine buntgewürfelte Minestrone ist, dann ist das Salär, das wir dafür beziehen, buchstäblich das Salz in der Suppe. Ja, so unwahrscheinlich es scheinen mag: In dem französischen salaire, dem süddeutschen und schweizerdeutschen „Salär“ und dem angelsächsischen salary steckt tatsäc ... Detailansicht

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  • 2008-01 Kulturwortschatz Europa: Monopol

    Wer hätte das gedacht: Kein anderer als der ehrwürdige Thales von Milet aus dem frühen 6. Jahrhundert v. Chr., einer der vielzitierten Sieben Weisen („Schwer, sich selbst zu erkennen“) und der Archeget der griechischen Philosophie („Der Ursprung von allem: das Wasser“), ist auch der Pionier des ... Detailansicht

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  • 2008-03 Kulturwortschatz Europa: Problem 1

    Die alten Griechen haben uns Jüngeren vielerlei „Probleme“ hinterlassen, lösbare und unlösbare. Eines der ersten, aus der Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr., hat dem Zahn der Zeit viele Jahrtausende zuvor und viele Jahrhunderte seither fast unangeknabbert getrotzt: Da singt der Chor des Sophoklei ... Detailansicht

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  • 2007-08 Kulturwortschatz Europa: natürlich

    Eine Kuh frisst grünes Gras und gibt weisse Milch und bildet daraus und aus der übrigen Nahrung Fleisch und Blut, Knochen und Hörner, Haut und Haar und all das Uebrige. Das ist das Natürlichste von der Welt und natürlich gar kein Wunder. Wundern würden wir uns eher, ja erschrecken, wenn da plötz ... Detailansicht

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  • 2007-11 Kulturwortschatz Europa: Akademie

    Ein Grundstückskauf mit Vorgeschichte hat die Gelehrsamkeit zur „akademischen“ Gelehrsamkeit gemacht. Auf der Rückfahrt von einem Aufenthalt bei Dionysios I. von Syrakus war Platon in die Hände der mit Athen verfeindeten Aegineten geraten, und die verfuhren mit ihm wie mit einem Kriegsgefangenen ... Detailansicht

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  • 2008-02 Kulturwortschatz: Sekt

    Dass ein kunstgerecht ausgebauter Wein allenfalls „trocken“, aber selbst die lieblichste Liebfrauenmilch keinesfalls „nass“ genannt werden kann, gehört zu den paradoxen Bildern der Oenologensprache, wo ja auch sonst die Zunge ihre liebe Mühe hat zu sagen, was die Nase schmeckt. Und wenn die eine ... Detailansicht

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  • 2003-07 Kulturwortschatz Europa: Juli

    Jahr für Jahr ist Juli, Juillet, Luglio, Julio, Julho, July, Ijul etc. etc.: weltweit der Monat Gaius Julius Caesars, und das mittlerweile zum zweitausendundsoundsovielten Mal. Im Frühjahr 45 v. Chr. hatte Caesar nach Pompeius „dem Grossen“ auch dessen minder grosse Söhne noch besiegt; in der Fo ... Detailansicht

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  • 2007-07 Kulturwortschatz Europa: Juli

    Von allen Mittelmeerinseln ist die winzige Kraterinsel Nisida vor der Küste von Neapel und Pozzuoli eine der unbedeutendsten. Sie hat nicht einmal einen eigenen Namen; seit alters heisst sie nach griechisch nsos, „Insel“, einfach „Nesis“, „Inselchen“, und neuerdings hat ein 300 Meter langer Stra ... Detailansicht

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  • 2007-06 Kulturwortschatz Europa: Johannistag (24. Juni)

    Wenn der Kalender nicht nach dem Mond geht und das Klima nicht aus den Fugen ist, sollten die Johannisbeeren just zum hergebrachten Johannisfest am 24. Juni reif werden: Daher haben sie ja ihren Namen. Seit dem 5. Jahrhundert feiert die Christenheit an diesem 24. Juni die Geburt Johannes des Täu ... Detailansicht

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  • 2007-05 Kulturwortschatz Europa: Cappuccino

    Wenn jemand erklärt, beim Cappuccino sei das Häuptchen die Hauptsache, so hat er gleich dreifach recht: Erstens, weil die Hauptsache ja allemal, wie das Wort sagt, obendrauf sitzt; zweitens, weil ein Cappuccino ohne Häuptchen gar kein Cappuccino wäre, und drittens, weil der Cappuccino nach dem l ... Detailansicht

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  • 2007-04 Kulturwortschatz Europa: Asyl

    A, Es, El, das sind wie Be, Ce, De und ihresgleichen ordentliche Buchstaben, wie man sie im Deutschen hat. Aber das Ypsilon verrät es: Das „Asyl“ ist in unserem Wortschatz selbst ein Fremder, ein alter Grieche, der bei uns Asyl gefunden hat. Im 1. Jahrhundert v. Chr. war das griechische ásylon i ... Detailansicht

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  • 2007-03 Kulturwortschatz Europa: Identität

    Ein glücklicher Gewinner, nennen wir ihn Fortunat, steht am Bankschalter und will seinen Lotteriegewinn einkassieren. „Haben Sie vielleicht einen Ausweis dabei?“ Fortunat kramt Portemonnaie und Brieftasche durch: „Ja, vielleicht - nein, doch nicht - ja hier: ein Passfoto von mir!“ Der Mann am Sc ... Detailansicht

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  • 2007-02 Kulturwortschatz Europa: Raser

    Wenn ein Raser mit zweihundert Sachen über die Autobahn prescht und die rasante Fahrt zu übler Letzt unterm grünen Rasen endet, so scheint das geradeso stimmig, wie wenn ein Doping-Test einem Tour-de-France-Sieger eine Überdosis Testosteron attestiert. Da mag der Hörer, der Ohren hat zu hören, u ... Detailansicht

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  • 2007-01 Kulturwortschatz Europa: Januar

    Unsere Monate sind römisches Erbe; ihre lateinischen Namen und ihre wechselnde Länge sind mit Julius Caesars „Julianischem“ Kalender auf uns gekommen, und wer in einem lateinischen Lexikon unter „Januar“ nachschlägt, findet dort sogleich erhellende Auskunft und buchstäblich offene Türen und Tore ... Detailansicht

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  • Von Rom nach Kyoto

    Klaus Bartels schreibt in seiner Kolumne "viva vox" in der NZZ v. 24. März 2002 diesen tollen Beitrag.
    Rom und Kyoto? Rom und das Klimaprotokoll? Da denken wir eher an den modernen «Club of Rome» als an den antiken, der sich in Ciceros Dialogen zu ethischen Diskursen trifft. Die Szene, in die w ... Detailansicht

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  • 2006-12 Kulturwortschatz Europa: Panorama

    Eine prächtige Aussicht kann nach Westen oder Osten, nach Norden oder Süden gehen; ein Alpenpanorama, das diesen stolzen Namen verdient, lässt den Blick des Gipfelstürmers rings in alle Himmelsrichtungen schweifen, und die Schlachtenpanoramen des 19. Jahrhunderts stellen den schaudernden Betrach ... Detailansicht

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  • 2006-11 Kulturwortschatz Europa: Musik

    Wie die „Mathematik“, so gehört die „Musik“, eigentlich die „Musenkunst“, zu den Hundertschaften sogenannter Fremdwörter oder eher Euro-Wörter, die auf ein griechisches Adjektiv auf -ikós zurückgehen, ursprünglich noch in Verbindung mit dem griechischen Substantiv tchne, „(erlernbares) Können; H ... Detailansicht

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  • 2006-09 Kulturwortschatz Europa: Fee

    „Fee“: Man lasse das Wort auf den Lippen zergehen, und es versetzt uns in einen Mittsommernachtstraum, in dem fürwitzige Elfen und Gnomen ihr ungebärdiges Wesen treiben, entrückt uns in ein Zauberreich, in dem gute und böse Feen im Handumdrehen, Stabumdrehen Wünsche erfüllen und versagen. Klassi ... Detailansicht

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  • 2006-07 Kulturwortschatz Europa: Plagiat I

    Wenn heute von einem Plagiat die Rede ist, dann denken wir an ein dreistes Sich-Vergreifen an geistigem Eigentum, an den Missbrauch geschützter Urheberrechte. Ursprünglich deutete das Wort auf unvergleichlich Übleres, auf Menschenraub und Menschenhandel; die Entführung der Natascha Kampusch wäre ... Detailansicht

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  • 2006-10 Kulturwortschatz Europa: Test

    Das letzte Wegstück ist klar: Im 19. Jahrhundert ist der „Test“ aus dem Englischen zu uns gekommen, zuerst als Fachwort der Mineralogie. Schauen wir ein wenig weiter zurück, so kommt zunächst der lateinische testis, der „Zeuge“, für einen Vaterschaftstest in Betracht, und dann fällt da, als Nach ... Detailansicht

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  • 2006-08 Kulturwortschatz Europa: Robustes Mandat

    Wenn der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen den Blauhelmen im Libanon jetzt ein „robustes Mandat“ erteilt, so spricht er reines, klares Latein, und könnten die alten römischen Imperatoren im Elysium jetzt lange Ohren machen, so würden sie sich allenfalls über die barbarisch verhackstückten En ... Detailansicht

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  • 2006-06 Kulturwortschatz Europa: Rekord

    Juristen schliessen Akkorde, und die Musiker spielen Akkorde; ein record player spielt records, ein Recorder spielt Kassetten; die Franzosen und Engländer hatten ihre superschallschnelle Concorde; die Leichtathleten stellen Rekorde auf und brechen sie wieder, der «Guinness» verzeichnet alle mögl ... Detailansicht

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  • 2006-05 Kulturwortschatz Europa: Mai

    „Im wunderschönen Monat Mai, / als alle Knospen sprangen, / da ist in meinem Herzen / die Liebe aufgegangen ...“ So hat Heinrich Heine in seinem „Lyrischen Intermezzo“ 1822/23 seine junge Liebe besungen. Monatsnamen haben je ihren eigenen Klang: Zum April gehört das wetterwendische Aprilwetter, ... Detailansicht

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