Flechten – Farbe, Gift & Medizin

Was sind Flechten, wie und wo leben sie, welche Rolle spielen sie in der Natur und für den Menschen? Bis 1. Mai 2018 verrät eine Ausstellung im Biologiezentrum Linz dazu mehr...

Die Flechtenformel 1 + 1 = 1 stellt die Lebensgemeinschaft Flechte aus Pilz und Alge sehr prägnant dar. Flechten sind das Schulbeispiel für Symbiose, wobei beide Partner einen Vorteil im Zusammenleben haben. Der Pilzpartner sorgt für Schutz und Wasser. Im Austausch stellen die zur Fotosynthese befähigten Algen dem Pilz Kohlenhydrate zur Verfügung. Nur diese Lebensgemeinschaft ermöglicht es beiden Partnern extreme Lebensräume zu besiedeln und so als Pioniere zu fungieren. Flechten überleben im Hochgebirge auf blanken Felsen, in der trockensten Wüste und in der klirrenden Kälte der Antarktis. Weder Kälte, Hitze, Wind und Trockenheit können den Flechten etwas anhaben. Doch leben wir in einem Jahrhundert, wo viele Flechtenarten aussterben. Die hohen Gehalte an Luftschadstoffe wie zum Beispiel Stickoxide und die Zerstörung ihrer unmittelbaren Lebensgrundlage wie Altbäume, Granitblöcke oder Magerböden sind für die Flechten unverträglich. Seit Jahrhunderten werden Flechten von den Menschen in vielfältigster Weise genutzt - ob zum Färben von Wolle, in der Volksmedizin, als Nahrungsmittel oder zur Herstellung von Parfüms. Heute werden Flechtenarten zur Feststellung der Luftqualität als Bioindikatoren verwendet. Auch in der medizinischen Forschung spielen verschiedene Flechtenstoffe wegen ihrer krebshemmenden, antibakteriellen und fungiziden Wirkung eine wichtige Rolle.

Zur Ausstellung werden zielgruppenspezifische Vermittlungsprogramme für alle Schulstufen erstellt. Anschauungsmaterialien, Spiele und Aufträge lockern die Rundgänge auf. Die vorbereiteten Behelfe werden je nach Alter, Wissen und Interesse der Schülerinnen und Schüler eingesetzt. Dabei sollen das Interesse und die Neugierde geweckt, die Auseinandersetzung mit den Ausstellungsinhalten und das eigenständige Denken angeregt werden. Zweistündige Programme bieten zusätzlich zum Ausstellungsrundgang die Möglichkeit, das Erfahrene in einem Workshop praktisch umzusetzen. Gruppen ab 16 Personen werden im Regelfall geteilt, damit eine hohe Qualität der Programme gewährleistet ist.

Didaktische Vermittlungskonzepte sind auf der Museumsplattform www.landesmuseum.edugroup.at über eine Stichwortsuche mit aktuellen Lehrplänen verknüpft.


Alles auf einen Blick

Ort: Biologiezentrum Linz | J.-W.-Klein-Straße 73 | 4040 Linz

Ausstellungsdauer: bis 1. Mai 2018 verlängert!

Öffnungszeiten: Di. - So. 10.00 – 18.00 Uhr | Do. 10.00 – 21.00 Uhr| Mo. geschlossen

Eintritt: Eintritt frei | Führung (1 h) € 3,00 | Führung + Workshop (2 h) € 5,00

Information und Anmeldung: 0043 / 732 / 7720 - 52100 

Wir ersuchen Sie, Ihre Anmeldung mindestens 2 Wochen vor dem gewünschten Termin bekannt zu geben! 

Weitere Termine und Informationen zur Ausstellung: www.landesmuseum.at

Das Vermittlungskonzept finden Sie HIER. (PDF)


Unser Tipp: Aktion Schule und Museum

Nutzen Sie die ermäßigten Busfahrten für einen Besuch im Oberösterreichischen Landesmuseum. Mehrere Ausstellungen pro Jahr werden durch diese Aktion mit Freifahrten in das Museum gefördert. Kontaktieren Sie dafür so früh wie möglich vor dem gewünschten Termin die Kulturdirektion: 0732 / 77 20 - 15 64 3

Stornogebühr: Absage ab dem 3. Arbeitstag vor der Veranstaltung € 25,00 Absage am Tag der Veranstaltung max. € 35,00

Um einen angenehmen Museumsbesuch zu gewährleisten, ersuchen wir Gruppen mit aber auch ohne Vermittlungsprogramm um eine Anmeldung mindestens 2 Wochen vor dem gewünschten Termin. Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung das große Besucheraufkommen in den Tagen vor Ferien.