Die Rückkehr der Legion – Römisches Erbe in Oberösterreich

© Michael Gletthofer
© Michael Gletthofer

500 Jahre lang prägte das Römische Reich unser Land und hat dabei bleibende Spuren hinterlassen. Die OÖ. Landesausstellung 2018 lädt ein, diese zu erforschen und zu erleben.


Mit Schaugrabungen, eindrucksvollen Originalfunden, Forschungs-Abenteuern für Nachwuchs-ArchäologInnen, interaktiven Apps und virtuellen Welten gibt die Landesausstellung von 27. April bis 4. November 2018 einen vielschichtigen Einblick in das Leben der Römer vor 1 800 Jahren. Hauptstandort der Landesausstellung ist Enns, die älteste Stadt Österreichs. Weitere Schauplätze sind Schlögen und Oberranna im Oberen Donautal.

© ARGE Plank Veit Aschenbrenner

FASZINATION ARCHÄOLOGIE

Archäologie-Stationen

Entlang der alten römischen Straßen in Enns ergänzen Archäologie-Stationen die Ausstellungen und vermitteln die Dimension des römischen Legionslagers und der Zivilsiedlung sowie die Beziehung zur mittelalterlichen Stadt. Informationstafeln, Stereoskope und eine Vermittlungs-App lassen Enns zur Zeit der Römer virtuell wiederauferstehen.

Ausgrabungen live miterleben

Bei „Schaugrabungen“ am Gelände der Firma Büsscher & Hoffmann in Enns und in Oberranna im Oberen Donautal können Sie archäologische Arbeiten aus nächster Nähe beobachten und im Gespräch mit den ForscherInnen mehr über die Ausgrabungsstätten und die aktuellen Funde erfahren. Ein einzigartiges Erlebnis!

Kalkbrennen – ein Handwerk der Legionäre

12 Kalkbrennöfen von Lauriacum

Nahe der Nordecke des Legionslagers befindet sich die größte derzeit bekannte römische Kalkbrennofenanlage der Rhein-Donau-Provinzen des Imperium Romanum. Der am besten erhaltene Ofen mit einer Höhe von 4,2 Metern wurde im Vorfeld der Landesausstellung freigelegt und zählt 2018 zu den archäologischen Highlights.

opus caementitium – römischer „Zement“

Das Kalkbrennen ist ein Paradebeispiel für das Spezialistentum der Legionäre. Es stellte ein außerordentlich wichtiges Handwerk in der Antike dar und bildete die Voraussetzung für die hochentwickelte Baukultur der Römer. Ohne Kalk gäbe es keine Bauten in Gussmörtel-Technik (z. B. Pantheon, Kaiserthermen, Aquädukte), keine Estrichböden und keine Fresken auf Wandverputz.

 

 


Kontakt und Kulturvermittlung

Amt der Oö. Landesregierung
Direktion Kultur – Ausstellungen/Veranstaltungen/Controlling
Telefon: +43 732 7720 14875
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