Moonrise

Autor CROSSAN, Sarah

Verlag Bloomsbury 2017

Crossan, Carnegie-Medal Gewinnerin, hat eine neue ‚verse novel‘ geschrieben, die sich trotz des lesefreundlichen Formats ziemlich lange zieht.
Diesmal geht es um die Todesstrafe (noch dazu in Texas), die in den Staaten gerne unerbittlich vollzogen wird.

Erzähler ist Joe (17), der seinen Bruder Ed 10 Jahre lang nicht gesehen hat. Nun, da das Todesurteil vollstreckt werden soll, beschließt er, ihn aufzusuchen. Ed soll als Achtzehnjähriger einen Polzisten erschossen haben, versichert aber sehr glaubhaft, dass er unschuldig ist.

Crossan begleitet Joe dabei, wie er sich allmählich dem einst so geliebten Bruder wieder nähert, wie er zweifelt und leidet, wie er mit einem Mädchen Freundschaft schließt, das ausgerechnet die Tochter des Gefängniswärters ist.

Wir lernen auch Joes Familie kennen, allen voran Tante Karen, die immer behauptet, Ed habe alle ins Unglück gestürzt.

Und wir erleben gegen Ende ein großes Zittern – wird Ed zu Lebenslänglich begnadet oder wird er „vom Staat ermordet.“

Das ist natürlich ein packendes Thema, aber irgendwie zerdehnt Crossan ihre Geschichte, sodass erst am Schluss wirklich Spannung aufkommt. Zu viele Rückblicke, Aperçus, Vignetten machen das Buch eigentlich mühseliger bei der Lektüre, als es dies verdient hätte. Viele Teenager teilen meine Meinung allerdings nicht und finden, dass alles an den fast 400 Seiten spannend ist. Warum sollte ich dem also wirklich widersprechen wollen?

pp. 383

Meta-Daten

Sprache
Deutsch
Anbieter
Education Group
Veröffentlicht am
02.01.2018
Link
https://www.edugroup.at/praxis/portale/rezensionen/detail/-dffbc573f6.html
Kostenpflichtig
nein