The Templars‘ Last Case

Autor WALKER, Martin

Verlag London: Quercus 2017

2012 habe ich den ersten Band der Reihe um Bruno, Chef de Police in der Dordogne, besprochen, und es passt gut, dass ich nun etwas zum 10. Band sage (bevor in Kürze der 11. erscheint).

Walker hat einen wesentlichen Beitrag zum Thema Ermittler+Landschaft+gutes Essen und Trinken geleistet und wahrscheinlich auch dazu beigetragen, dass sich mehr und mehr Touristen im Périgord tummeln. Immerhin besingt er Land und Leute, vor allem aber die Küche, auch wenn Bruno in diesem Band relativ wenig kocht.

In St. Denis wurde eine Frau tot aufgefunden – just unter dem verfallenen Templar-Schloss, wo Brunos Freunde Horst und Clothilde forschen; demnächst wollen die beiden noch dazu in dieser Kulisse heiraten, und so kommt der Unfall/der Mord (?) eher ungelegen.

Bruno hat diesmal eine Juristin des Justizministeriums (Amélie) an seiner Seite, die Polizeiarbeit in Aktion studieren und Vorschläge für bessere Polizeiarbeit und auch bessere Zusammenarbeit von Gendarmen und Polizisten machen soll. Da ist sie bei Bruno an der richtigen Stelle, denn der weiß, wie man mit einer ‚close-knit community‘ umgeht, der ein gut funktionierendes Informationssystem hat und sich auch persönlich engagiert.

Der Fall nimmt alsbald politische Dimensionen an (Israelis gegen Araber), Bruno und ‚community‘ erweisen sich aber als würdige Gegner/Verbündete.

Wie schon angedeutet, es geht weniger um den konkreten Fall, sondern um die Darstellung von Lebensformen; der engagierte Polizist und gute Koch, aufgehoben in einer Gemeinschaft, deren Mitglieder sich regelmäßig treffen, um das gute Leben zu genießen. Da will man zumindest als Leser/in dabei sein, darum ist die Serie auch so erfolgreich.

pp. 343

Meta-Daten

Sprache
Deutsch
Anbieter
Education Group
Veröffentlicht am
01.04.2018
Link
https://www.edugroup.at/praxis/portale/rezensionen/detail/the-templars-last-case.html
Kostenpflichtig
nein