JuLit Deutsch


Deutschsprachige Jugendliteratur kompetent rezensiert. Hier finden Sie monatlich neue Buchbesprechungen ausgewählter deutschsprachiger Jugendbücher, die Leselust wecken und als Klassenlektüre geeignet sin - für Sie gelesen und beurteilt von Christian Holzmann.

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  • Tanz der Teufelsqualle

    In Taverniers Film „Saustall“ dauert es quälend lange, bis Philippe Noiret sich endlich bequemt, die Erniedrigungen nicht weiter zu ertragen. In diesem Roman ist es auch so, dass der eher fette Niko immer wieder gedemütigt wird (vom üblichen Oberbully, Marko genannt) und nichts dagegen unternimmt. Detailansicht

  • Emma, der Faun und das vergessene Buch

    Die Grundidee ist nicht neu und nicht schlecht: Die Eintragungen, die man in eine Chronik schreibt, haben nicht stattgefunden, sondern finden erst statt. Detailansicht

  • Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch

    Wieder ein neuer Band mit Rico und Oskar – immer ein Anlass zur Freude! Detailansicht

  • Zweet

    Wenn ein Buch so beginnt:
    Der Alarm heult.
    Rüttelt an meinem Körper.
    Sprengt Granaten in meinem Schädel.
    dann bin ich schon gehörig auf nordische Dramatik eingestellt. Und habe nur mäßig Freude daran… Detailansicht

  • Hundertstundennacht

    Eine leicht unwahrscheinliche, aber dafür umso spannendere Geschichte!
    Emilia (14), ein holländisches Mädchen, ist mit Vaters Kreditkarte nach New York entflohen. Detailansicht

  • Hugo und die Dämonen der Nacht

    Hugo (12) lebt recht zufrieden auf einem großen Landsitz, den sich seine Mutter wegen ihrer erfolgreichen Romane leisten konnte, und auf dem sein Vater, ein Biologe, seltene Pflanzen umhegt. Detailansicht

  • Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

    Moers ist uns ja den dritten Teil der „Träumenden Bücher“ bislang schuldig geblieben, so wie andere Projekte auch. Er meint, er lasse diese eben köcheln, während er ein neues Gericht zubereite. Detailansicht

  • Die wundersamen Koffer des Monsieur Perle

    Fombelle hat ja schon mit seinen anderen Romanen (s. Archiv) bewiesen, dass er ein Meister der dahingeraunten, herzzerreißenden Geschichten ist. In diesem Buch ist ganz einfach die Mischung aus Märchenwelt und (unerfreulicher) Realität größer. Detailansicht

  • Der Sommer, in dem alle durchdrehten (außer mir!)

    Der norwegische Titel ist schon klarer: „Den sommeren pappa ble homo.“
    Das ist auch die große Sorge, die Arvid(sjaur) (13) plagt: dass sein Vater schwul geworden ist.
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  • Nuuk #ohne Filter

    Wer kennt schon grönländische Jugendromane? Noch dazu solche, in denen es um „jung und queer“ geht? Detailansicht

  • Mein Vater, das Kondom und nicht andere ganz dichte Sachen

    Im norwegischen Original klingt der Titel viel weniger blöd, aber vielleicht hat man sich so mehr Kundschaft erhofft. Detailansicht

  • The Bone Sparrow

    Flüchtlingsströme gibt es auf der ganzen Welt, aber die australischen Internierungslager kommen in diesem Zusammenhang besonders schlecht weg. Dort lebt Shubi, ein Junge, der nie seine Heimat Burma gesehen hat, denn die Rohingya waren gezwungen zu flüchten. Detailansicht

  • Schneeflockensommer

    Marie ist auf der Flucht – oder auf einer Reise? Halb äußeres, halb inneres Road movie, so viel ist gewiss. Bis wir aber wirklich wissen, was Maries Grund für ihr Davonlaufen ist, sind wir auch schon fast fertig mit dem Buch. Detailansicht

  • Krieg und Freundschaft

    Verroen hat diesen schmalen Band, der wirklich lesenswert ist, mit 88 Jahren geschrieben. Detailansicht

  • Blutsverdacht

    Murail, bekannt geworden durch „Simpel“ und eine Handvoll anderer Bücher (s. Archiv), hat hier einen flotten Thriller vorgelegt, der sich, auch wenn er für die Profis eine vorhersagbare Entwicklung nimmt, recht angenehm liest. Detailansicht

  • Halbmond über Rakka

    Klement hat ordentlich seine Zeitungen gelesen, ordentlich recherchiert, ordentlich Gespräche geführt; alles, was man in Österreich so je über den Dschihad und den Weg dorthin gehört hat, ist also in diesen schmalen Band hineinverwurstet. Detailansicht

  • Dazwischen: Ich

    Das Schöne am ersten Jugendbuch von Julya Rabinowich ist, dass es trotz notwendiger Verknappung und Polarisierung ausgesprochen authentisch wirkt. Hier wird nicht moralisiert, hier wird nicht auf die westliche Tränendrüse gedrückt. Detailansicht

  • Cache

    Leyla (16) ist mit dem etwas selbstverliebten Max zusammen, der sehr an seinem Schwimmtraining und an seinen Kumpels interessiert ist, Leyla aber trotzdem liebt; bloß schafft er es nicht, dies auch angemessen zu zeigen. Detailansicht

  • Lang soll sie leben

    Die 16jährige Eva rettet einer alten Frau, Ida (84), die inmitten des Bahnübergangs stehen geblieben ist, das Leben. Alle sind stolz auf Eva, die den nachfolgenden Rummel lieber meiden möchte; spontan besucht sie Ida im Altersheim... Detailansicht

  • PaulaPaulTom ans Meer

    Paula ist 15 und soll ihren Bruder Paul abholen; der lebt 200 Kilometer entfernt in einem Heim für Behinderte; Paul ist zwar schon 17, aber noch immer das kleine Kind mit einem kleinen Wortschatz und großen Ängsten. Detailansicht

  • Sturmland - Die Reiter

    Dies ist der erste Band einer auf fünf Bände angelegten Dystopie; die ersten beiden Bände sind bereits erschienen, der letzte soll im Herbst 2017 vorliegen. Detailansicht

  • 33 Bogen und ein Teehaus

    Im Iran der 70er-Jahre erlebt Mehrnousch eine privilegierte Kindheit. Sie und ihre drei Geschwister wachsen im Wohlstand auf, die Eltern protestieren ein bisschen gegen den Schah – und erleben ein böses Erwachen, als unter Chomeini das Rad der Zeit in die religiöse Dumpfheit zurückgedreht wird. Detailansicht

  • Die Welt ist kein Ozean

    Franziska (eine brave Sechzehnjährige) wagt einen kleinen Ausbruch – sie macht ein Praktikum in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche. Detailansicht

  • F.E.A.R.

    Zöller hat bereits 1993 unter dem Pseudonym Hagemann einen viel beachteten Politthriller geschrieben („Schwarzer, Wolf, Skin“) und legt nun mit dem vorliegenden Buch noch eins drauf. Detailansicht

  • Die Ballade von der gebrochenen Nase

    Die Norweger brauchen immer eine gehörige Portion (sozialer) Tristesse, damit ein Jugendbuch funktioniert (gilt aber beispielsweise auch für Krimis), aber dafür machen sie diese Tristesse immer wieder wett durch einen sympathischen Charakter oder eine vielfach unterhaltsame Handlung. Detailansicht