Bundesminister Rupprechter präsentiert Entwurf für neue HBLFA Tirol

Am 24. Oktober 2016 hat Bundesminister Andrä Rupprechter gemeinsam mit LH-Stv. Josef Geisler den Entwurf für die neue HBLFA Tirol präsentiert.

Der Schulstandort der Höheren Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung in Kematen wird mit der Bundesanstalt für Alpenländische Milchwirtschaft Rotholz zusammengelegt. Seit September 2016 sind diese beiden Dienststellen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft rechtlich vereint, jetzt geht es darum sie auch räumlich unter ein Dach zu bringen.

Die neue Schule wird 13 Klassen haben, also um 5 Klassen mehr im Vergleich zu heute. Das ist ein Bildungsangebot für 400 junge Menschen in Tirol. Auf 20.000 m2 baut der Bund in Rotholz die HBLFA Tirol mit Unterrichts-, Praxis- und Laborräumlichkeiten für 400 SchülerInnen sowie einem Internat für 200 SchülerInnen neu. Auch die Bundesanstalt für Alpenländische Milchwirtschaft wird neu errichtet. Der neue Gebäudekomplex wird in vielerlei Hinsicht ein Vorzeigprojekt. Die gesamte Schule wird in Holzbauweise und nach dem Standard ‚klimaaktiv Gold“ errichtet. Das bedeutet: höchste Qualität, beste Wirtschaftlichkeit und niedriger Energiebedarf. Die Gebäude werden an die bestehende Biomasse-Nahwärme Rotholz angeschlossen. Auf eine Fläche von 950 m2 Metern wird eine Photovoltaikanlage errichtet. Die Errichtungskosten betragen 55 Millionen Euro. Baustart ist 2018.

Der von der Arbeitsgemeinschaft der Architekten Adamer°Ramsauer-BME entworfene Gebäudekomplex gliedert sich in drei jeweils miteinander verbundene Baukörper. „Die Gebäude fügen sich in die Landschaft ein, wir holen die Natur herein und schaffen eine Verbindung zu den Bestandsgebäuden der LLA Rotholz“, erklärt der Kufsteiner Architekt Klaus Adamer das gestalterische Konzept. Die Verbindung soll über einen gemeinsamen Festplatz und eine großzügige Unterführung unter der L 218 Rotholzer Straße verwirklicht werden. Diese ermöglicht auch die verkehrsfreie Querung der Landesstraße.

Das dreigeschossige Schulgebäude mit seinen 13 Klassen, den Arbeits- und Praxisräumen sowie der Lehrküche bildet den Mittelpunkt des Gebäudekomplexes und ist über die Doppelturnhalle mit dem lichtdurchfluteten Internat verbunden, das Platz für 200 SchülerInnen bietet. Dort bilden jeweils zwei Zwei-Bett-Zimmer einen Wohnverband mit Dusche und WC. Die Verbindung vom Schul- zum Forschungsgebäude, in dem auch die Käserei samt Besuchergalerie sowie Labors untergebracht sind, erfolgt über eine Brücke.

Den SchülerInnen stehen auf dem Gelände vielfältige Sport- und Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung. Verkehrstechnisch angebunden ist das an der Landesstraße gelegene Schulzentrum über die Zillertalbahn. Außerdem gibt es 300 Fahrradabstellplätze sowie 220 Parkplätze.