Schulschluss 2018/19: Bilanz und Ausblick

© Bild: Land OÖ/Lisa Schaffner
© Bild: Land OÖ/Lisa Schaffner

Pünktlich zum Schulschluss ziehen Bildungslandesrätin Christine Haberlander und Bildungsdirektor Alfred Klampfer eine durchaus positive Bilanz für das vergangene Schuljahr und geben einen Einblick auf Schwerpunktthemen im Herbst. Neben pädagogischen Änderungen, wird auch in den Schulbau investiert.

Schulschluss in Oberösterreich

Fast 190.000 SchülerInnen dürfen sich auf die bevorstehenden Ferien freuen.

Maturaergebnisse an AHS und BHS

Für das Bildungsland Oberösterreich war das heurige Schuljahr vor allem im Zentralmaturabereich ein sehr erfolgreiches. Insgesamt 5.917 KandidatInnen traten im Schuljahr 2018/19 zur Reife- und Diplomprüfung an.

  • 5.094 KandidatInnen (86,1%) haben diese beim ersten Versuch bestanden
  • 946 KandidatInnen (18,8%) mit Auszeichnung
  • 1.084 KandidatInnen (21,3%) mit gutem Erfolg

Für 823 SchülerInnen heißt es in den Ferien lernen, sie haben im Herbst nochmals die Möglichkeit, positiv abzuschließen.

Spitzenreiter bei Mathematikmatura

Note "Sehr gut" erhalten Oberösterreichs SchülerInnen vor allem bei der Mathematikmatura. Im Bundesländerverlgeich liegen sie hier bei der AHS-Zentralmatura mit 10,7% Sehr gut knapp vor dem Bundesland Salzburg mit 9,4% Sehr gut. In der Angewandten Mathematik (BHS) ist ebenfalls
Oberösterreich mit 8,1% Sehr gut Spitzenreiter.

Deutschförderklassen

Erstmals bilanziert werden konnten die neu eingeführten Deutschförderklassen mit je 15 Wochenstunden in der Primarstufe sowie 20 Stunden pro Woche in AHS und NMS. So konnten etwa bundesweit 1524 (16%) nach einem Semester in den Regelunterricht wechseln. Von den am Schulanfang 1657 Kindern in 126 Förderklassen in OÖ. schafften nach den Semesterferien 405 SchülerInnen (24,4%) den Umstieg in die Regelklasse.

Integrationsklassen ab Herbst Teil des Regelschulwesens

Trotz Auslaufen des Schulversuchs „I-Klassen“ wurde eine Möglichkeit gefunden, die „umgekehrte Integration“ an Sonderschulen fortzuführen. Dies bedeutet, dass Kinder mit und ohne Förderbedarf aus einer „normalen“ VS eine Integrationsklasse an einer Sonderschule besuchen dürfen. Es handelt sich dabei um eine an einer Sonderschule angeschlossene Volksschulklasse.

Pilotierung des Pädagogikpakets an 32 NMS-Standorten

Folgende Neuerungen/Änderungen sind laut dem Pädagogikpaket im kommenden Schuljahr umzusetzen:

  • Die Neuen Mittelschulen werden zur Mittelschule weiterentwickelt.
  • Leistungsstarke SchülerInnen werden äquivalent zur AHS-Unterstufe gefordert und gefördert.
  • Ab der sechsten Schulstufe wird in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen eine Leistungsbeurteilung in den beiden Leistungsniveaus „Standard“ und „StandardAHS“ mit jeweils 5-teiliger Notenskala eingeführt.
  • Durch den Einsatz von Bewertungsrastern für Deutsch, Mathematik und Englisch wird die Leistungsbeurteilung objektiver und lernförderlicher. 
  • Die Führung von dauerhaften Gruppen in dendifferenzierten Pflichtgegenständen (Deutsch, Mathematik, Erste lebende Fremdsprache) ab der 6. Schulstufe wird ermöglicht.
  • Bisherige Differenzierungsmaßnahmen bleiben bestehen.
  • Die Entscheidung, ob homogene oder heterogene Schülergruppen geführt werden, wird am Schulstandort getroffen. Eine stärkere Profilbildung wird dadurch erleichtert.

Die Umsetzung erfolgt stufenweise ab dem Schuljahr 2019/20. In Oberösterreich werden diese Änderungen vorerst an 32 NMS-Standorten pilotiert.

  • NMS Prambachkirchen
  • NMS Hartkirchen
  • NMS Gaspoltshofen
  • NMS Hofkirchen/Tr.
  • NMS Natternbach
  • NMS Neukirchen am Walde
  • SNMS Peuerbach
  • NMS Neuhofen
  • NMS Doppl/Leonding
  • Sport-NMS Linz-Kleinmünchen
  • NMS Mauthausen
  • NMS Eberschwang
  • Neue Mittelschule Geinberg
  • NMS Mettmach
  • NMS Obernberg
  • NMS 1 Ried im Innkreis
  • NMS Ried im Innkreis 2
  • NMS Taiskirchen
  • NMS Waldzell
  • NMS Esternberg
  • NMS Kopfing
  • NMS Münzkirchen
  • NMS Raab
  • NMS Riedau
  • NMS Schardenberg
  • NMS Schärding
  • NMS St. Aegidi
  • TNMS St. Marienkirchen
  • NMS Taufkirchen/Pram
  • NMS Oberneukirchen
  • Sport-NMS 3 Wels

Bildungsdirektion wird zum „Haus der Pädagogik“

Innerhalb der Bildungsdirektion gibt es zwei Bereiche:

  • Der Präsidialbereich ist für alle Personal- und Rechtsangelegenheiten, sowie für das Budget und die Schulpsychologie/Schulärzte zuständig.
  • Schulaufsicht, päd. Qualitätsmanagement, Schulentwicklung und pädagogische Unterstützungsangebote fallen in den Bereich „Pädagogischer Dienst“.

Aus den Landes-  bzw. Pflichtschulinspektoren wurden Schulqualitätsmanager. Diese sind nun nicht mehr für bestimmte Schularten, sondern für eine der sechs Bildungsregionen schulartenübergreifend zuständig.

Mit 1. September 2019 werden der Bildungsdirektion auch der Elementarpädagogikbereich sowie das landwirtschaftliche Schulwesen und die Assistenzen vom Land OÖ übertragen. Somit ist sie ab dann zuständig vom Kleinkind in der Krabbelstube bis zum erwachsenen Maturanten bzw. bis zum Abschluss der Lehre.

Weitere Vorhaben

  • Denken lernen Probleme lösen: Prgrammieren in der Schule
  • Stetige Weiterentwicklung der oö. Berufsschulen - Zwei neue Lehrberufe in OÖ
  • Änderungen im Bildungsinvestitionsgesetz: Ausbau der Tagesbetreuung für 6-14-Jährige
  • Bildungsdirektion wird zum „Haus der Pädagogik“
  • Investitionen im Schulbau

Details dazu finden Sie in der Information zur Pressekonferenz.