Doris Hummer zieht Bilanz

Die scheidende Landesrätin Doris Hummer zog heute Bilanz über ihre 6 Jahre in der oö. Landesregierung. Sie war verantwortlich für Bildung, Jugend, Frauen und Forschung. Ihr Landtagsmandat wird sie annehmen, ihre weiteren politischen Ambitionen ließ sie offen.

6 Jahre war die politische Quereinsteigerin Doris Hummer in der Landesregierung tätig und zog, wie sie selbst formulierte, den "Versuch einer Bilanz". Über ihre Abwahl wollte sie kein schlechtes Wort verlieren, es sei eine demokratische Entscheidung gewesen und diese sei zu akzeptieren. Deutlichere Worte fand sie bei der Tatsache, dass die neue Landesregierung ohne eine einzige Frau besetzt ist: "Eine Katastrophe, dass dies im Jahr 2015 noch möglich ist" und als ein "Armutszeugnis" betitelte sie die Tatsache, dass nun auch die letzte Frau ausgeschieden sei und fügte an, dass es hier nicht um ihre Person gehe. Alle Parteien seien gefordert, Frauen Spitzenpositionen zu ermöglichen - in ihrer Partei werde sie dies auf alle Fälle thematisieren und diskutieren.

Die Agenden von Doris Hummer wird nach heutigem Stand Landeshauptmann-Stv. Thomas Stelzer übernehmen.

Doris Hummer im Interview


Im Interview fragten wir Doris Hummer, wie schwer ihr der Abschied als Landesrätin fällt, über ihre wichtigsten Projekte, wo sie bei ihrer politischen Arbeit an ihre Grenzen stieß und über ihre politische bzw. berufliche Zukunft. Bei der Pressekonferenz betonte sie, dass sie aus der Situation gestärkt hervorgehen werde und dass Frauen auch solche Situationen meistern müssen und werden.

Pressekonferenz Doris Hummer: Rückblick


Wir waren bei der Pressekonferenz vor Ort und haben diese in voller Länge für Sie aufgezeichnet. Doris Hummer zieht ihr Resümee über ihre 6 Jahre als Bildungs-, Frauen-, Jugend- und Forschungslandesrätin. Stolz ist sie vor allem auf den Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten und der Weiterentwicklung der Schulstandorte mit der "OÖ Schule Innovativ" sowie dem Ausbau der schulischen Unterstützungssysteme und der Technisch-Naturwissenschaftlichen Neuen Mittelschule.

Ihre Meinung


Johann
27.10.2015 / 19:00
Schade, dass Doris Hummer ihre vielversprechenden Projekte nicht mehr weiterführen kann. Schade, weil gerade aus ihrem Referat in den letzten Jahren die wichtigsten Impulse in der Pädagogik gekommen sind. Schade auch, dass diese wichtigen Weiterentwicklungen nunmehr fehlen werden, denn aus der anderen Ecke im Bildungsbreich [dem LSR] war in den letzten Jahren wenig zu vernehmen, wenn es um das Setzen von pädagogischen Meilensteinen ging. Das wiederum könnte zum Anlass genommen werden , im Zuge einer Reform darüber nachzudenken, ob man nicht gleich das Amt des LSR in die Abteilung Bildung integrieren könnte. Man sparte sich sicherlich manch unnützen Scheibtisch sowie einige hoch dotierte Posten (Präsiidium etc). Es wäre interessant, ein solches Modelll durchrechnen zu lassen..... Aber so weit sind wir leider noch nicht, da muss es erst noch weitere Wahlgänge geben, wie den am 27. September 2015...

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Monika
24.10.2015 / 20:31
Schön für Doris Hummer, dass sie jetzt an der Spitze der Industirellenvereinigung steht, aber es ändert nichts daran, dass es eine Frechheit ist, eine Unerträglichkeit, dass sie aus dem Landtag geflogen ist. Eine Schande für Oberösterreich!!

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