Höchste stimmliche Belastung für Lehrkräfte

Die stimmlichen Anforderungen von Lehrkräften sind überdurchschnittlich hoch. Heiserkeit und Halsschmerzen sind vertraute Begleiter von Pädagogen. Die Überbelastung der Stimme kann zu vielen Krankenständen und im schlimmsten Fall zur Berufsunfähigkeit führen.

Um Lehrkräften Wege aufzuzeigen, wie sie ein Berufsleben lang und darüber hinaus ihre Stimme schonen und gesund halten können, fand am 22. Mai an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich der "Tag der Stimme" statt. Zudem wurde die Bedeutung der stimmlichen und musikalischen Bildung ab dem Kindesalter hervorgehoben.

Trotz Belastung bei Stimme bleiben


Die Stimme ist unser persönlichstes Ausdrucksmittel und vor allem für den Lehrberuf essentiell. Durch die hohen Anforderungen an die Stimme von Lehrkräften, ist es erforderlich, diese zu schönen, zu trainieren und gesund zu halten. Beim "Tag der Stimme" wurde die Stimme von den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet, damit Pädagogen das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen und Wege aufgezeigt werden, um im wahrsten Sinne des Wortes bei Stimme zu bleiben.

Michael Fuchs: Das Instrument Stimme


Dr. Michael Fuchs vom Universitätsklinikum Leipzig gibt einen Überblick zum anatomischen Aufbau und zur Funktion des Stimmapparates. Hier nimmt er auch auf die Besonderheiten der Stimmen von Lehrkräften Bezug. Fuchs zeigt auch, wie Stimmbilder durch medizinische Eingriffe bzw. Stimmübungen verbessert bzw. erweitert werden können.

Gerald Wirth: Stimmliche Arbeit mit Studierenden


Gerald Wirth ist künstlerischer Leiter der Wiener Sängerknaben und hat sich der Arbeit mit Stimmen verschrieben. Bei der Arbeit mit Schülern, Studierenden oder Lehrenden geht es laut Wirth nicht um die Perfektion der musikalischen Darbietung, sondern vielmehr um die Musik als Medium, das jeden Bereich der Persönlichkeit positiv beeinflusst. Über die Jahre hat er sich eine Methode der elementaren und allgemeinen Musikausbildung entwickelt, mit der Menschen jeden Alters lernen können, sich in Musik auszudrücken.

Ulrike de Bortoli: Die Lehrerstimme aus der Sicht der Logopädie


Ulrike de Bortoli ist seit 2002 selbstständige Logopädin und beleuchtet in ihrem Vortrag das Phänomen Stimme. Was ist Stimme überhaupt? Wie sollte eine Lehrerstimme sein? Bortoli geht in ihren Ausführungen auch auf die Bedeutung der Stimmhygiene ein. Von Hausmitteln wie Ingwer, Honig, Zwiebel über den maßvollen Umgang mit Alkohol, Nikotin und Medikamenten bis hin zu nicht zu heißer oder kalter Nahrung ist vieles möglich und hilfreich. Dies alles soll helfen, dass Lehrkräfte ihren Beruf lange und mit voller, gesunder Stimme ausüben können.

Ihre Meinung