Inklusion um jeden Preis?

Bei der CLV Bezirksversammlung am 7.3.2016 in den Linzer Redoutensälen war der Erziehungswissenschafter Dr. Bernd Ahrbeck als Hauptreferent zu Gast. In seinem Vortrag wirft Ahrbeck einen kritischen Blick auf die gemeinsame Beschulung behinderter und nichtbehinderter Kinder.

Inklusion: "Das Förderniveau darf nicht sinken" Dr. Ahrbeck im Interview


Die Ausbildung der Lehrkräfte spielt für Ahrbeck bei der gemeinsamen Beschulung eine zentrale Rolle. „Ohne die fachliche Kompetenz, ohne ein hohes fachliches akademisches Niveau wird die Inklusion misslingen“, so der Inklusionskritiker im Interview. Wir haben Dr. Ahrbeck gefragt, wann Inklusion Sinn macht und welchen Wert die gemeinsame Beschulung hat: Empirische Daten zeigen, dass die gemeinsame Beschulung den Lernfortschritt behinderter Kinder positiv beeinflusst, den größten Wert der gemeinsamen Beschulung sieht Ahrbeck aber möglicherweise darin, dass Behinderung dadurch normaler und alltäglicher wird. Dennoch ist er der Meinung dass, inklusiver Unterricht nicht immer für Alle sinnvoll ist.

Dr. Bernd Ahrbeck: Inklusion – ein unerfüllbares Ideal?


Bernd Ahrbeck ist Erziehungswissenschafter und gilt als Inklusionskritiker, nicht weil er das Konzept Inklusion völlig ablehnt, sondern weil er radikale Ansätze, die bspw. eine vollständige Auflösung der Sonderpädagogik vorsehen, für wenig zielführend erachtet. Er hält die Idee, „ dass immer alle Kinder unter allen Bedingungen gemeinsam unterrichtet werden“ für nicht sinnvoll. In seinem Vortrag geht er auf die unterschiedlichen Ansätze bei der gemeinsamen Beschulung, die Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben und eine richtige Beschulungsform ein.

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