Jugend auf Party!

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Am Campus der FH OÖ in Linz lud das Institut Suchtprävention gemeinsam mit dem Verein I.S.I. zur Tagung über Jugend, Party, Rausch und Drogen. In zahlreichen Fachvorträgen haben Experten das Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet.

Feiern erfüllt oft unterschiedlichste Bedürfnisse, nicht nur das nach Rausch und Ekstase, sondern auch das nach sozialen Kontakten und Zugehörigkeit, nach Abwechslung und Abstand vom Alltag in einem „anderen Raum“. Partys als besondere Lebenswelten Jugendlicher sind aber auch attraktiv für Grenzüberschreitungen und damit bedeutsam für die Prävention. Die Tagung „Jugend auf Party“ thematisiert die besonderen Bedingungen für schadensminimierende Maßnahmen im Partysetting und präsentiert erfolgreiche Praxisprojekte.

Ohne Party gehts auch nicht


Dass es sehr wohl auch bedenklich sein kann, wenn Jugendliche nie auf Feste gehen oder sich mit gleichaltrigen abgeben, gibt der Sozialarbeiter Lothar Joche vom Verein I.S.I. zu bedenken. Es ist immer wichtig, ein gutes Maß an Party und anderwertiger Freizeitbeschäftigung zu haben. Dabei sind auch die Eltern gefordert, die vor allem auf die Bedürfnisse und Anliegen der Teenager eingehen sollen.

Sabine Pecharda: Bist du Partyfit?


Sabine Pecharda arbeitet bei der Drogenberatung checkit! in Wien und geht in ihrem Vortrag auf sogenannte Peers ein. Das sind junge Menschen, die eine spezielle Ausbildung machen, um als Ansprechpartner für Jugendliche auf Partys und Festen da zu sein. Ziel dabei ist es, sich Partygeher aktiv mit dem eigenen Konsum- bzw. Trinkverhalten auseinanderzusetzen und ihr Bewusstsein schärfen.

Karl Kociper: Update Partydrogen – Trends und Entwicklungen der letzten Zeit


Karl Kociper beleuchtet in seinem Vortrag nicht nur die verschiedenen Arten der gängigen Drogen und deren Wirkungsweise, er wirft auch einen Blick auf die Verfügbarkeit von Drogen. Durch das Internet hat jedermann jederzeit Zugriff auf eine breite Palette an Drogen und die Hemmschwelle zum Ausprobieren und Kaufen schwindet dabei.

Kociper arbeitet bei der Drogenberatungsstelle checkit! in Wien.

Peter Koler: Jugend und Identität – Jugendliche in Alkoholszenen


Peter Koler arbeitet für das Forum Prävention in Südtirol. Er stellt in seinem Vortrag ein social media gestütztes Präventionsprojekt vor, das Jugendliche dazu bewegen soll, sich intensiv mit dem Alkoholkonsum und seinen Folgen auseinanderzusetzen. Unter dem kreativen Namen "Sauftirol" haben sich bereits zahlreiche Jugendliche mit der Seite vernetzt und können dort auch ihre Erfahrungen mit und ohne Alkohol teilen.

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