Auf dem Weg zur Bildung 3.0

Eine gemeinsame Schule bis 16 Jahre, Auflassung der Polytechnischen Schulen, Duale Berufsausbildung NEU, engere Verzahnung von Oberstufe und Universitäten bzw. Fachhochschulen - das beinhaltet das Konzept "Bildung 3.0" von Dr. Fritz Bauer.

Fritz Bauer: Probleme im Bildungssystem


Dr. Fritz Bauer, der Hochschulratsvorsitzende der PH Oberösterreich, machte den Abschluss der Public Lecture Veranstaltungen. Bauer beschreibt seine Sicht von den Problemen in unserem Bildungssystem und stellt sein Schulmodell vor, das kaum einen Stein auf dem anderen lässt. Die Polytechnische Schule würde wegfallen, gemeinsame Sekundarschule I bis 14, gemeinsame Sekundarschule II mit Binnendifferenzierung bis 16 und engere Verzahnung mit Fachhochschulen bzw. Universitäten am Weg zur Matura.

Interview mit Dr. Fritz Bauer


Im Interview erläutert Dr. Fritz Bauer die Hauptprobleme in unserem Bildungssystem (Vererbung der Bildung, Lehrlingsschwund, Polytechnische Schulen, ...) und fasst sein Denkmodell "Bildung 3.0", das die Industriellenvereinigung als "Massaker im Bildungsbereich" bezeichnet, kurz zusammen.

Denkmodell "Bildung 3.0" von Fritz Bauer

Ihre Meinung


Robert
03.02.2015 / 11:10
Nett gemeint, aber nicht durchgedacht, insbesondere im Bereich der dualen Ausbildung. Wenn man qualifizierte Facharbeiter benötigt, dann ist das nicht in zwei Jahren zu erledigen. Die Bildungsdefizite entstehen meist in der Sekundarstufe I im Bereich der HS bzw. NMS (denn die Österericher/innen sind bei den Berufsweltmeisterschaften meist ganz vorne). Die Leistungen der Schüler/innen der HS/NMS sind leider erfahrungsgemäß nicht vergleichbar mit der AHS-Unterstufe, da die HS und NMS in den Ballungsräumen meist zu Restschulen mutieren. Generell muss die Konzentration auf Fähigkeiten des täglichen Lebens gelegt werden und nicht auf totes Wissen (wie z. B. der höchste Berg im Mühlviertel oder die älteste Therme in OÖ). Solange die Lernpläne nicht lebensnah sind brauchen wir uns nicht über eine neue Schule Gedanken machen, aber auch die bisherige Beurteilung (Noten) gehört schon jetzt reformiert, denn diese zielt auf Defizite ab anstatt Fähigkeiten bzw. Können verbal zu beschreiben.

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