Wie Lehrkräfte mit Traumen in der Schule umgehen können

© Thinkstock/iStock/BrianAJackson
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Gesundheit ist ein wichtiger Faktor im Bereich Schule und Bildung - nicht nur in der Gesundheitsvorsorge sondern auch im Umgang mit psychischen Erkrankungen. Lehrkräfte sind keine ausgebildeten Psychologen, haben aber oft ähnliche Aufgaben. Daher ist hier Unterstützung notwendig.

Im Rahmen des Kooperationsprojektes "Praktische Präventionsarbeit an der Schule" stand im zweiten Block am 20. und 21. Februar das Thema Gesundheitsförderung im Mittelpunkt. Dazu referierten Barbara Buchegger von saferinternet.at über "Gesundheit und Medien" und der Psychiater Dr. Reinhard Fartacek über "Traumatische Erlebnisse - posttraumatische Belastungsstörungen".

Dr. Reinhold Fartacek: Trauma und Traumafolgestörungen


Der Facharzt für Psychiatrie und Neurologie Dr. Reinhold Fartacek definiert in seinem Vortrag den Begriff Trauma und unterscheidet zwischen zwei Typen von Traumen, dem plötzlichen (Typ 1) und dem chronischen Trauma (Typ 2). Unter ersteren fallen zum Beispiel Raubüberfälle, Vergewaltigungen oder Verkehrsunfälle unter Typ 2 Krieg, Folter oder Kindesmisshandlung. Zudem geht er auf die posttraumatischen Belastungsstörungen ein und gibt Beispiele aus der Praxis. Fartacek gibt zudem Antworten auf Fragen nach grundlegenden Behandlungsbedürfnissen der Betroffenen, wie groß die Heilungschancen sind und wie Pädagoginnen und Pädagogen mit traumatisierten Flüchtlingskindern in der Schule umgehen können bwz. sollen.

Barbara Buchegger: Jugendliche und ihre Mediennutzung (Teil 1)


Saferinternet.at bietet für Pägagoginnen und Pädagogen sowie Eltern, Jugendarbeiter und Kinder und Jugendliche zahlreiche Informationsangebote rund um Internet, Smartphone, Apps & Co.

Barbara Buchegger geht in ihrem Vortrag auf die Nutzung neuer Medien, beliebte Anwendungen und Chancen und Herausforderungen ein.

Barbara Buchegger: Jugendliche und ihre Mediennutzung (Teil 2)


Im zweiten Teil thematisiert Barbara Buchegger von Saferinternet.at die Gefahren von Sextortion und Sexting, da diese beiden Themen leider immer wieder in der Praxis vorkommen.

Auch das Suchtpotenzial von neuen Medien nimmt sie unter die Lupe. Verbindliche Zeiteinschätzungen für die jeweile Altersgruppe lassen sich nicht machen, denn man müsse, laut Buchegger, auch bedenken, was Kinder und Jugendliche zum Beispiel am Smartphone alles machen. Viele Jugendliche hören Musik über das Gerät und dies ist im Normalfall auch längere Zeit erlaubt und nicht wenige Jugendliche hören auch Musik beim Hausaufgaben machen.

Abschließend steht die Internetexpertin noch für Fragen zur Verfügung.

Die Seminarreihe "Praktische Präventionsarbeit an der Schule" ist ein Kooperationsprojekt von der Kontakt- und Informationsstelle für schulische Präventionsarbeit am Landesschulrat für Salzburg (KIS), der PH Salzburg, der KPH Edith Stein, der Polizei, der Ärztekammer und der BVA Salzburg.

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