Google Transparency Report

Bild: Google Transparency Report
Bild: Google Transparency Report

Unter dem Titel "Google Transparency Report" gibt das US-Unternehmen jetzt preis, wie oft Daten von Regierungsstellen oder Urheberrechtsinhabern angefragt werden. Bei uns erfahren Sie, was Sie dort alles erfahren.

Der Transparentbericht kann unter www.google.com/transparencyreport angesehen werden und teilt sich auf vier Hauptbereiche auf: Traffic, Löschungsersuchen, Auskunftsersuchen zu Nutzerdaten sowie Safe Browsing.

Traffic

Unter diesem Punkt findet man eine Übersicht, in welchen Regionen der Welt es bekannte Störungen bei Google-Produkten kommt. Hier erfährt man beispielsweise, dass in Tadschikistan seit 23. Mai YouTube gesperrt ist, weil dort ein Video des tanzenden Präsidenten auf der Hochzeit seines Sohnes aufgetaucht ist. Auch die Blockaden des Traffics in Syrien durch den Bürgerkrieg oder in vielen islamischen Ländern nach dem Auftauchen eines Anti-Islam-Videos sind in anschaulichen Grafiken dargestellt.
Weiters kann man sich auf den Datenverkehr für einzelne Google-Dienste in den jeweiligen Ländern ansehen. In dieser Grafik sehen wir beispielsweise den Google-Traffic der letzten zwei Wochen in Österreich:

Bild: Google Traffic in Österreich

Löschungs- und Auskunftsersuchen

Unter diesen Punkten legt Google offen, wie oft es (auf Wunsch nach Ländern geordnet) vorkommt, dass durch Urheberrechtsinhaber oder staatliche Stellen eine Löschung von Inhalt bzw. die Herausgabe von Nutzerdaten beantragt wird. Bei den Inhalten geht es meist um YouTube-Videos, die aus verschiedensten Gründen entfernt werden sollen. Manchmal betrifft es aber auch gezielt einzelne Suchergebnisse. Google gibt dabei auch Preis, wie mit den Ansuchen zur Löschung verfahren wurde.

Safe Browsing

Für Freunde der gepflegten Internetsicherheit ist der Punkt "Safe Browsing" wahrscheinlich vom größten Interesse. Dort kann man sich - wiederum nach Ländern geordnet - ansehen, wie groß die Phishing- und Malwarebedrohung ist. Dabei erfährt man dann auch, wie lang es im Schnitt dauert, bis eine gesäuberte Seite wieder befallen wird und wie viele Internetznutzer Sicherheitswarnungen im Browser angezeigt bekommen, wenn sie sich auf eine gefährliche Website begeben.