Neuer Browser: Vivaldi

Bild: vivaldi.com
Bild: vivaldi.com

Firefox, Chrome, Internet Explorer, Safari und für Verwegene vielleicht mal Opera - das waren bisher die "üblichen Verdächtigen", wenn es um Webbrowser ging. Jetzt kommt hier ein neuer Mitspieler aufs Feld, der teilweise etwas andere Ansätze verfolgt, die ganz interessant sind: Vivaldi.

Gegründet wurde Vivaldi von Jon Stephenson von Tetzchner, der auch schon lange Jahre Leiter von Opera Software war. Der Ansatz, den Vivaldi rein technisch verfolgt, weicht realistisch gesehen von anderen Browsern ab. Diese werden vom Funktionsumfang in den letzten Jahren eher immer schlanker und spartanischer. Vivaldi hingegen bietet eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen, die sich vor allem an "Power-User" richtet. Grundlage für den Browser stellt Chromium dar.

Anpassbar im großen Stil

Neben verschiedensten Farbstilen und Hintergrundbildern lässt sich sehr Vieles im Vivaldi auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Die Positionen der Adresszeile und der Tabs lassen sich verändern, es gibt auch ein Panel mit Lesezeichen und Downloads, das sich sowohl rechts als auch links ins Browserfenster integrieren lässt. Ähnlich wie auch schon Opera lässt sich Vivaldi auch mit Mausgesten steuern, die frei definiert werden können. Für Benutzer, die oft viele verschiedene Tabs gleichzeitig offen haben, lassen sich diese zu Gruppen zusammenfassen, um das lästige Scrollen in der Tab-Bar zu verhindern. 

Screenshot des Browsers

Notizen

Ein sehr praktisches Feature ist bei Vivaldi auch schon mit an Board: das Setzen von Notizen. So kann man in einem Panel eigene Notizen zu einer Webseite erstellen und diese auch mit einem Screenshot oder Link der Seite versehen. Vor allem für Recherchetätigkeiten ist dies ein großartiges Feature. 

Ausblick und Fazit

Für zukünftige Versionen hat Vivaldi bereits anklingen lassen, den Email-Client "M3" in den Browser integrieren zu wollen. Dadurch wäre dann ein weiteres Kernfeature der ersten Opera-Generationen wieder mit an Board. Alles in allem ist Vivaldi ein wirklich interessanter Browser, der sowohl in Sachen Grundfunktionalität als auch Optik einiges zu bieten hat. Aktuell mangelt es noch an Browsererweiterungen wie sie Chrome oder Firefox in Hülle und Fülle bieten, wer auf diese verzichten kann, ist aber schon jetzt ganz gut damit bedient. Auch die Ladegeschwindigkeit mancher Webseiten wirkt manchmal etwas träge, da erscheint beispielsweise Chrome noch um einen kleinen Tick schneller. 

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