9. eLearning - Didaktik Fachtagung

Die Pädagogische Hochschule der Diözese Linz war am 23. und 24. Oktober Schauplatz für die eLearning Didaktik Fachtagung. Rund 300 Teilnehmer waren dabei und haben sich bei den zahlreichen Workshops Ideen geholt und Erfahrungen ausgetauscht.

Der moderne Unterricht


Elektronische und digitale Medien sind nicht mehr wegzudenken. Auch im Unterricht finden digitale Medien vermehrt ihren Platz. Das 9. eLearning Treffen in Linz sollte neue Ideen und Impulse liefern, welche Möglichkeiten sich mit den unterschiedlichen Programmen und Anwendungen für den Unterricht und fürs Lernen anbieten. Doch es wurden nicht nur die positiven Seiten des eLearnings beleuchtet.

Helmut Schauer: Von Bildungswerten der Informatik und deren Vermittlung


Professor Helmut Schauer von der Univiersität Zürich hat zunächst Technik studiert und ist danach in das entstehende Informatikstudium übergegangen. Zusammen mit seiner Arbeitsgruppe hat er ein eLearning Programm entwickelt. "Ich habe schon immer versucht die Ideen der Informatik in den Unterricht einfließen zu lassen", sagt Schauer.

Martin Müllner: Die andere Art von Serious Games


Martin Müllner (KPH Wien / Campus Krems - Institut Ausbildung) programmiert das Serious Game "Adventure Trip 3D" und erläutert, was man bei der Idee und bei der Umsetzung zu beachten hat. "Bei Serious Games werden oft die Eingriffsmöglichkeiten für Lehrkräfte vergessen. Jedoch sind Lehrer auch eine wichtige Zielgruppe", so Müllner.

Nando Stöcklin: Questanja: Gamification einer Mathematikeinheit in der Sekundarstufe I


Nando Stöcklin von der Pädagogischen Hochschule Bern zeigt anhand des Lernspiels "Questanja", worauf es bei Gamification ankommt. "Bei Questanja kommen etliche klassische spieltypische Elemente wie Punkte, Sterne, Levels oder Ranglisten zum Einsatz. Für mich zentral sind aber andere Elemente wie Wahlfreiheit, Fortschrittsanzeige etc., die es zwar wohl bei so ziemlich allen Spielen gibt, aber die nicht primär mit Spielen in Verbindung gebracht werden", so Stöcklin. Grundsätzlich versucht er aufzuzeigen, was brauchen Lernspiele, damit sie funktionieren?

Josef Hofer: Mobile Learning aus dem Schulalltag - Wienwoche 2.0


"Wienwoche 2.0" - so das Klassenprojekt von Josef Hofer, Lehrer an der Hauptschule der Marianisten. Hofer hat mit seiner Klasse versucht, die Wienwoche multimedial zu gestalten. Von der Erstellung einer Broschüre, über Audioguides bis hin zu einem aktuellen Blog - die Schüler haben mit Hilfe der Lehrkräfte alles selbst vorbereitet und umgesetzt. Für Josef Hofer und seine Schüler war die Wienwoche 2.0 ein voller Erfolg und zudem gehörten sie zu den Siegern beim IMST (Innovationen machen Schulen top) Award. https://www.imst.ac.at/texte/index/bereich_id:43/seite_id:299

Andrea Ghoneim: E-Portfolios für kompetenzorientiertes Lernen


Andrea Ghoneim arbeitet derzeit an einem EU Projekt mit, bei welchem sie vor allem E-Portfolios einsetzt. Gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe hat sie überlegt, wie man die Portfolios in den Unterricht integrieren kann. "Die Idee ist eine lernerzentrierte Methode zu schaffen. Die Lernenden arbeiten mit Sammelmappen und füllen diese im Laufe des Schuljahres selber auf", sagt Ghoneim.

Klaus Denkmair: Das E-Portfolio-Konzept unterstützt


Klaus Denkmair unterrichtet an einer polytechnischen Schule und erzählt von seinen Erfahrungen mit der Anwedung von E-Portfolios im Unterricht. Denkmair orientiert sich dabei an der Hattie Studie.

Uwe Gutwirth: RW.mobile - eLearning im Bereich Rechnungswesen


Der Entwickler digitaler Lehr- und Lernmaterialien MMag. Uwe Gutwirth stellt in seiner Präsentation sein selbst entwickeltes eLearning Programm RW.mobile vor. Er zeigt, wie eLearning im Bereich des Rechnungswesen aussehen kann und welche Möglichkeiten es gibt.

Jakob Egg: Verbesserungen des Biber der Informatik


Der Biber der Informatik ist ein Wettbewerb für Jugendliche (8 - 20 Jahre), bei dem sie sich mit Konzepten und Denkweisen der Informatik vertraut machen können. Mag. Jakob Egg vom BRG Landeck nimmt mit seinen Schülern regelmäßig am Bewerb teil. Er stellte Überlegungen an, wie man die Motivation der Schüler mitzumachen erhöhen könnte. Ein Ergebnis seines Motivationsfragebogens war, dass die Vor- und Nachbereitung eine zentrale Rolle spielt. Alle weiteren Ergebnisse erfahren Sie in seinem Vortrag.

Günter Nimmerfall: Vom Papier zum Tablet


Günter Nimmerfall von der Pädagogischen Hochschule Tirol zeigt seinen Versuch, ein Schulbuch aus Papier auf ein eBook umzugenerieren und zusätzlich mit mutlimedialen Inhalten zu befüllen. Er behandelt die Fragestellungen, welche Software sinnvoll dafür ist bzw. welche Schnittstellen zur Verfügung stehen. Nimmerfall spricht sich jedenfalls für den Einsatz von Tablets im Unterricht aus und empfiehlt vor allem Studierenden, dass sie sich mit diesem Thema bereits in der Ausbildung auseinandersetzen. Die derzeitigen Lösungen von Verlagen, gedruckte Bücher als PDF anzubieten sieht Nimmerfall "nicht revolutionär".

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