INGEBORG - Die virtuelle Bibliothek in Klagenfurt

Klagenfurt hat als einzige gr├Â├čere mitteleurop├Ąische Stadt keine eigene Stadtbiblitohek. Dies hat sich nun ge├Ąndert, denn ab sofort k├Ânnen in ganz Klagenfurt kostenlos E-Books heruntergeladen werden.

Sticker Projekt Ingeborg

70 auffallende gelbe Sticker sind in ganz Klagenfurt aufgeklebt, die zum Download von E-Books einladen.

70 Klassiker der Literatur

Um sich ein Buch herunterzuladen, muss man lediglich ein NFC-f├Ąhiges Smartphone auf den gelben Sticker halten oder den darauf befindlichen QR-Code abfotografieren. 70 Klassiker der Literatur, deren Urheberrecht bereits abgelaufen ist, warten darauf, gelesen zu werden. Die E-Books stammen gr├Â├čtenteils aus dem Projekt Gutenberg (www.gutenberg.org)

Wo sich die Sticker befinden (nicht aber deren Inhalt), verr├Ąt eine digitale Karte auf der Projektwebsite: pingeb.org. So findet sich beispielsweise Arthur Schnitzlers "Der M├Ârder" in der N├Ąhe der Bundespolizeidirektion oder Shakespears "Sommernachtstraum" beim Strandbad.

Jede Art von digitalen Inhalten l├Ąsst sich so verbreiten

Ab August stellt pingeb.org seine Infrastruktur jungen Autoren, Nachwuchsbands und anderen Kreativen zur Verf├╝gung. So k├Ânnen Texte oder MP3-Demotapes zu Werbezwecken in ganz Klagenfurt verteilt werden.

Die Technik dahinter

Unter den Stickern befindet sich ein so genannter NFC-Tag. Das ist ein winziger Chip, der seine Informationen ├╝ber eine gro├če Antenne an das Smartphone ├╝bergibt, sobald dieses auf den Sticker gelegt wird. Weil nicht jeder ein NFC-f├Ąhiges Handy hat, bieten die Sticker auch einen aufgedruckten QR-Code. Beide f├╝hren zu einer mobilen Website, welche die Inhalte zum Download bereitstellt.

Beitrag zur laufenden Diskussion rund um eine Novellierung des Urheberrechts

Literarische Werke werden erst 70 Jahre nach dem Tod des Autors "gemeinfrei" und tauchen meist auch erst dann wieder am publizistischen Radar auf. Problematisch ist, dass viele Werke schon kurze Zeit nach ihrer Publikation in Vergessenheit geraten. 70 Jahre ist eine zu lange Zeitspanne, die weder das kreative Schaffen f├Ârdert noch einen Beitrag f├╝r die Fortentwicklung der Gesellschaft liefert.

├ťber das Projekt Ingeborg

Das Projekt wurde von Georg Holzer (freier Journalist) und Bruno Hautzenberger (Softwareentwickler) umgesetzt und aus der simplen Frage geboren: Was kann man mit NFC-Funk anstellen? Das Projekt finanziert sich einzig aus Eigenmitteln und es gibt auch keine kommerziellen Interessen.