Project Cardboard - Virtual-Reality Brille aus Pappe

cc www.flickr.com/fumi
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Virtual-Reality Brillen sind spätestens seit Oculus Rift groß im Geschäft. Mit dem "Google Project Cardboard" hat man nun die Möglichkeit sich aus Pappe, einem Android-Smartphone und einigen kostengünstigen Bauteilen sich seine eigene Virtual-Reality Brille zu bauen!

Günstige Variante eines Virtual-Reality-Headsets

Im März 2014 kaufte Facebook das Unternehmen Oculus Rift um sage und schreibe 2 Milliarden US-Dollar. Daraufhin investierten auch Samsung und Sony eine Menge Geld in die Entwicklung von Virtual-Reality-Headsets. Google hat hier nun einen einfachen und vor allem günstigen Weg gefunden, um eine VR-Brille auf den Markt zu bringen: Pappe. Dadurch will Google die Kostenhürde senken und somit mehr Entwicklern ermöglichen, Anwendungen für Virtual-Reality-Brillen zu programmieren.

Pappe + Linsen + Smartphone = VR-Brille

Das erstmals auf der Google I/O 2014 vorgestellte Projekt besteht aus einem Karton, zwei Linsen aus Plastik, ein paar Magneten, einem Gummiband sowie einem Streifen Klettband. Hat man die Brille zusammengebaut, wird das Smartphone in die Cardboard-Vorlage eingeschoben. Mit der entsprechenden App auf dem Smartphone, kann man in die virtuelle Realität abtauchen.

Flash ist Pflicht!

Bastelexperten und Sparfüchse aufgepasst!

Teilnehmer der Google I/O 2014 erhielten komplette Bausätze. Kaufen kann man diese momentan noch nicht. Für den Eigenbedarf kann man sich die benötigten Teile aber selbst besorgen. Und das im Vergleich zu anderen VR-Modellen wie Morpheus oder Oculus Rift sehr kostengünstig. Dazu brauchen Sie:

  • normalen Papp-Karton
  • einseitig selbstklebenden Klett-Verschluss
  • Gummibänder
  • Neodyn-Ringmagnete mit 19mm Durchmesser und 3mm Dicke (Google empfiehlt beispielsweise DIESE Exemplare von amazon.com)
  • Spezial-Bündel-Linsen mit einem Brennpunkt von 40mm

DIESER Link führt Sie zur Anleitung, mit welcher Sie Ihre VR-Brille zusammenbauen können!

Unaufregendes Design, dafür beeindruckendes Ergebnis

Hat man das Modell zusammengebaut, erhält man ein durchaus beeindruckendes Ergebnis! In Kombination mit der Cardboard-App, welche sich derzeit noch in der Entwicklung befindet, kann man verschiedenen Anwendungen ausprobieren, wie z.B. eine Diashow, Google Earth oder einen virtuellen Museumsrundgang. Natürlich kann das Google Project Cardboard aufgrund der schlechteren Linsen nicht mit Modellen wie Morpheus oder Oculus Rift mithalten, doch ansonsten läuft die Anwendung einwandfrei.

Ein ernstzunehmendes Konkurrenzmodell für andere Modelle stellt Googles Project Cardboard nicht dar, ist jedoch für fast jeden leistbar und somit eine VR-Brille für jedermann.

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