Schule im Zeitalter der Digitalität - bei den EDUdays 2015

©Pixabay
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Die zweitägige EDUdays Tagung vesprach vielfältige und interessante Vorträge, Workshops und Pecha Kucha Beiträge zum Thema "Schule im Zeitalter der Digitalität – wie verändert sich die Lernkultur?". Und das Versprechen wurde auch gehalten. Wir haben einige Vorträge aufgezeichnet.

Dr. Beat Döbeli Honegger: Aus dem fernen Digitalien


Beat Döbeli Honegger ist Dozent an der PH Schwyz und wissenschaftlicher Leiter der Projektschule Goldau. In seinem Vortrag geht er auf die Veränderungen in unserer Gesellschaft ein - vor allem die Automatisierung und Digitalisierung bringen hier große Umbrüche mit sich. Er gibt sechs Empfehlungen, was man machen muss, um digitale Medien in die Breite zu bringen.

Dr. Leo Hemetsberger: WhatsApp, Ask FM, Snapchat, You Now?


Facebook, Instagramm, WhatsApp, YouNow, kik., twitter, ask.fm, Snapchat, YouTube, tinder, pintarest ... Sie kennen viele dieser gängigen Social Media Kanäle nicht? Unsere Jugendlichen aber schon, doch laut Dr. Leo Hemetsberger ist leider das Wissen der Schüler um die Risiken und Gefahren erschreckend mangelhaft. In seinem Vortrag berichtet und zeigt er mit witzigen aber aufrüttelnden Videos die Gefahren der Netzwerke auf. Darüber hinaus legt er Schülern und Lehrern Schulungen von Saferinternt.at nahe, um sich über die aktuellen Trends im virtuellen Universum zu informieren.

Mag. Thorsten Jarz: Small Basic – ein Einstieg ins Programmieren


Aller Anfang ist schwer - vor allem Programmieren ist für viele zu komplex. Mag. Thorsten Jarz schafft mit dem Programm "Small Basic", das eine minimalen Oberfläche und einen reduzierten Befehlssatz hat, den Spagat zwischen „echter Programmierung“ und leichtem Einstieg. In seinem Vortrag zeigt er die Grundlagen der Programmierung mit praktischen Unterrichtsbeispielen.

Thomas Narosy: FACHdidaktik - digital-inklusiv?!


In Kooperation mit dem IMST-Netzwerk wurde im November 2014 ein erstes Mal der Frage nach „Nutzen und Nachteil des Digitalen für die Fachdidaktik“ nachgegangen und erste Antworten formuliert. Diese Ergebnisse präsentiert Thomas Narosy von der Education Group in seinem Impulsvortrag.

Martin Fritze, Tobias Schnitter: Das iPad, SAMR, Bloom & Co - Unterricht anders denken


Im Vortrag beschäftigen sich Martin Fritze und Tobias Schnitter mit der Frage, wie Lehrkräfte Unterricht und Lerninhalte mit dem iPad effektiver organisieren und zielgerichtet weiterentwickeln können. Sie gewähren Einblicke in die Modelle TPACK, SAMR und Bloom’s Taxonomy und zeigen anhand von Unterrichtsbeispielen den Mehrwert des iPad-Einsatzes im Unterricht.

Martin Fritze unterrichtet an der Staatliche Realschule Abensberg und Tobias Schnitter an der Staatliche Realschule Gauting.

Jöran Muuß-Merholz: Digital ist besser? Nicht automatisch


Wie kann im digitalen Wandel eine neue Lernkultur entstehen? Dieser Frage geht der Diplom-Pädagoge Jöran Muuß-Mehrholz in seinem Vortrag nach. Nach einer Standortbestimmung versucht Muuß-Mehrholz zu skizzieren, wohin denn die Reise des Lernens im digitalen Zeitalter geht. "Technik macht Lernen weder besser noch schlechter, noch bleibt alles gleich", so Muuß-Mehrholz. Er sieht aktuell eine dreifache Herausforderung für die Lernkultur: Die Herausforderung durch das Fachliche und durch das Lernen umgeben von einer sich wandelnden Medienwelt.

Dr. Elke Lackner: Schule & Social Media: Lernen in und mit Social Media?


Der Vortrag soll einerseits einen Einblick in die Möglichkeiten geben, Social Media im und für den Lernprozess sinnvoll zu nutzen. Andererseits hinterfragt Elke Lackner von der Uni Graz, welche Vorteile und Gefahren mit dem Einsatz von Social Media in der Schule als Arbeits- und Lernort verbunden sind. Dabei wird der Blick vor allem auf die unterschiedlichen Ausprägungen von „Social Media“ gerichtet, die viel mehr umfassen als Facebook und WhatsApp vermuten lassen.

Bob Blume: Digitaler Dogmatismus und analoge Demenz


Für viele Menschen bedeuten digitale Medien eine zunehmende Gefährdung für den geschützten Raum, sei es das Klassenzimmer oder das eigene Privatleben. Ablehnende Stimmen verweisen auf Cybermobbing, Abhängigkeit oder “digitale Demenz”, die es zwingend notwendig machen, digitale Geräte aus dem Rahmen schulischen und universitären Lernens auszuschließen. Handyverbote sind dabei die Norm. Bob Blume geht der These nach, dass es die bestehende Kluft zwischen den Verfechtern genereller Verbote und den Vorreitern einer „digitalen Revolution“ zu schließen gilt.

Kurt Tutschek: 30 Apps in 30 Minuten


Kurt Tutschek von der NMS Wieselburg zeigt in seinem Vortrag diverse Apps für alle schulischen Lebenslagen. Vom Sammeln unterrichtsrelevanter Webseiten über das Anlegen von Notizen bis hin zu Schüler/innen-Verwaltung und gegenstandsbezogenen Apps.

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