Beeinflusst SMS-Schreiben Rechtschreibung?

cc www.pixabay.com/kropekk_pl
cc www.pixabay.com/kropekk_pl

Eine aktuelle Studie von Forschern der Coventry University hat ergeben, dass häufiges Schreiben von Textnachrichten bei Kindern einen positiven Einfluss auf die Rechtschreibung und Grammatik haben kann.

Forscher der Convetry University untersuchten für diese Studie 160 Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren. Den Ergebnissen zufolge hat die unorthodoxe Schreibweise während des SMS-Schreibens keine negativen Einfluss auf den Sprachlernprozess.

Vergleich mit schriftlichen Tests

Zu Beginn der Studie verglichen die Wissenschaftler die Rechtschreibung und die Grammatik von schriftlichen Überprüfungen sowie Textnachrichten miteinander. Ein Jahr später wurde der Test wiederholt. Den Ergebnissen zufolge gehören die Versuchsteilnehmer, welche die kreativsten Nachrichten verfasst haben, auch zu jenen mit der sichersten Rechtschreibung.

Zusätzlich wurden verschiedene Rechtschreib- und Grammatiktests und verschiedenen kognitive Aufgaben mit den Probanden durchgeführt. Dieses Verfahren wurde nach 12 Monaten wiederholt. Anschließend haben die Forscher sowohl Anzahl als auch Art und Weise der Rechtschreib- beziehungsweise Grammatikfehler in den Textnachrichten analysiert und mit den Testergebnissen verglichen.

Wortreduktion hat positiven Einfluss

Die Resultate belegen, dass die Studienteilnehmer im Grundschulalter, bei denen ungrammatische Sätze sowie eine unkonventionelle Rechtschreibung in den Textnachrichten festgestellt worden ist, ein Jahr später über bessere Rechtschreibkenntnisse verfügt haben. Auch bei den Testpersonen im Mittelschulalter konnte ein Zusammenhang zwischen einer Wortreduktion beim SMS-Schreiben und besseren Rechtschreibfähigkeiten nachgewiesen werden.