Diversität und Differenz

Diversität und Differenz stellt das Fundament der Entwicklungsarbeit der Neuen Mittelschule dar (siehe Haus der NMS).

Basis der Entwicklungsarbeit im Bereich der Differenz und Diversität sind die Kernideen „Schule produziert Differenz“ und „Jeder ist anders anders“. Es geht darum, die Rolle von Differenz in einer Schulgemeinschaft sowie die Rolle des eigenen Unterrichts bei der Differenzbildung zu erkennen, um diese bewusst zu gestalten. Gesellschaftliche Macht- und Ungleichheitsverhältnisse sind in Differenzverhältnissen von Schule und Unterricht eingelagert. Die individuellen Biographien der Lehrpersonen wirken sich auf die Wahrnehmung und den Umgang mit Differenz im Unterricht aus.

Ein zentrales Thema ist auch die "academic diversity". Damit sind die Unterschiede beim Lernen gemeint, welche aus entwicklungspsychologischer Sicht in dieser Altersgruppe besonders vielfältig sind.

Differenz & Diversität


In diesem Beitrag wird von Tanja Westfall-Greiter und Christoph Hofbauer die Mittelschichtsorientierung unseres Schulsystems und das Bild des Normschülers, den es nicht gibt, kritisch beleuchtet und es wird der Frage nachgegangen, mit welcher Brille wir auf Unterschiedlichkeiten schauen, ob sie für uns Attraktivität haben oder eine Bedrohung darstellen.

Güngör: Ähnlicher und unterschiedlicher als wir glauben!


Kenan Güngör, Soziologe und Berater im Bereich Diversität und Migration, referierte bei den NMS-Symposien im Dezember 2012 über das Thema "Zur Normalität der Diversität". Er zeigt auf, wie Vielfalt funktionieren und wie mit Diversität in der Schule umgegangen werden kann. Er öffnet den Blick auf Prozesse, Mechanismen sowie Wahrnehmungen, die Schüler mehr oder weniger an ihre Herkunft binden. Er beleuchtet das „Risiko Herkunft“, das durch die aktuellen Ergebnisse von TIMMS, PIRLS und BIST M-8 eindeutig belegt wird.